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Havelland Schüler pflanzen Traubeneichen
Lokales Havelland Schüler pflanzen Traubeneichen
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00:17 12.04.2017
Revierförster Frank Wilke zeigt den Schülern, wie tief sie die jungen Traubeneichen pflanzen sollen. Quelle: Norbert Stein
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Nennhausen

Der Frage, wo denn der Minibagger steht, begegnete Revierförster Frank Wilke mit einem Lächeln. „Brauchen wir nicht. Wir machen alles mit Handarbeit“ , sagte er und drückte den Kindern Spaten in die Hände. Die Schüler der beiden sechsten Klassen der Fouqué-Grundschule Nennhausen hatten vergangene Woche am Donnerstag ausnahmsweise keine Mathestunde. Stattdessen ging es in den Wald. Bäume pflanzen stand auf dem Unterrichtsplan.

Durch den Schlosspark

Dafür wanderten die Schüler durch den Nennhausener Schlosspark in den Wald, wo sie am Weg „Grüne Trifft“ dann 30 junge Traubeneichen pflanzten. Wenn Sechstklässler Alleebäume pflanzen, dann hat das in Nennhausen seit mittlerweile sechs Jahren Tradition. „Die Bäume sollen euch noch in Jahren an eure Grundschulzeit erinnern“, erklärte der Revierförster den Kindern das Ziel der Schulallee im Wald. Es ist eine Aktion, die die Heimatverbundenheit der jungen Leute festigen soll – auch wenn sie später einmal nicht mehr in Nennhausen wohnen werden.

So pflanzt man richtig

Frank Wilke nahm eine kleine Traubeneiche und zeigte auf eine leicht bräunliche Erdfärbung am noch zierlichen Stamm. „In dieser Tiefe müssen wir die Bäume wieder einpflanzen“, erläuterte er den Schülern, die sich schon auf ihre besondere Unterrichtsaufgabe freuten. Etwas Geduld mussten sie aber noch aufbringen. Frank Wilke erklärte erst noch, warum er Traubeneichen für die Schulallee ausgewählt hat. „Es sind langlebige Bäume, bereichern als Laubholz Nadelwälder und haben Früchte, die viele Wildtiere als Nahrung mögen“, sagte er. Wer denn schon einmal einen Baum gepflanzt hat, wollte er von den Schülern auch noch wissen. Von den 35 Kindern meldete sich etwa die Hälfte. Der Revierförster war zufrieden, er hatte erfahrene Helfer zur Seite.

Revierförster Frank Wilke präsentiert eine Traubeneiche. Quelle: Norbert Stein

Die Schüler bildeten Teams, gingen zu dem Pflanzstellen und machten sich an die Arbeit. „Junge Bäume pflanzen ist lohnenswert weil damit der Wald erhalten bleibt“, meinten Marc und Phillip, nachdem sie mit dem Spaten ein Pflanzloch aushoben hatten, eine kleine Traubeneiche einsetzten und ihre Wurzeln mit Erde bedeckten. „Bei uns hinterm Dorf gibt es viele alte Bäume“, sagte Phillip, der in Buschow wohnt.

Spaß bei der Arbeit

Wie allen Kindern machte auch Elisa und Emily die Arbeit Spaß. Nachdem die Mädchen ihren ersten Baum gesetzt hatten, gingen sie weiter und setzten noch eine zweite Traubeneiche in die Erde. Gepflanzt haben die Schüler der sechsten Klassen überall da, wo die Schulallee Lücken hat. Im Jahr 2016 sind die Traubeneichen nicht angewachsen. „Das Frühjahr war dafür im vergangenen Jahr einfach zu trocken gewesen“, erklärte der Revierförster die Lücken in der Allee, die am Donnerstag von den Schülern geschlossen wurden.Sollte in diesem Jahr das Frühjahr wieder trocken bleiben, werden die Traubeneichen gewässert.

Lob für die gute Idee

Die Idee, mit Schülern zur Erinnerung an ihre Grundschulzeit Bäume zu pflanzen und sich auf diese Weise mit der Natur zu beschäftigen, findet Alexander von Stechow „prima“. Als Waldbesitzer unterstützt er deshalb die jährliche Pflanzaktion und stellt dafür die notwendige Fläche zu Verfügung. Die gepflanzten jungen Traubeneichen spendete die Firma Forstservice Havelland.

Von Norbert Stein

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