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Havelland Schüler schnuppern in Berufe rein
Lokales Havelland Schüler schnuppern in Berufe rein
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18:04 22.09.2016
Großer Andrang bei der Falkenseer Praktikums- und Ausbildungsmesse in der neuen Stadthalle. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Wenn der Schulabschluss näher rückt und Bewerbungsfristen beginnen, stellt sich die Frage: Was macht man nach dem Abschluss? Antworten darauf konnten Schüler und Eltern am Donnerstag auf der Ausbildungsmesse in der neuen Stadthalle in Falkensee bekommen. 58 Aussteller aus der Region beantworteten Fragen, zeigten Perspektiven und erläuterten die verschiedenen Karrieremöglichkeiten, wie zum Beispiel die Havelland Klinken. Wer einen praxisnahen Beruf mit direkter Nähe zum Menschen sucht, wird hier fündig. „Wir bieten verschiedene Möglichkeiten für Praktikum, Ausbildung oder Studium. Der ideale Bewerber sollte Empathie besitzen und sich darüber im Klaren sein, worauf man sich einlässt“, erläuterte Lisa Polkowski, Vertreterin der Personalabteilung, die Arbeitsmöglichkeiten in einem sozialen Arbeitszweig.

Wer jedoch seine Zukunft im kreativen oder technischen Bereich sieht, konnte sich über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Panther Packaging informieren. Das Unternehmen produziert Verpackungen und Displays, etwa für das Kino oder Süßigkeiten, und bietet die Möglichkeit technische sowie kaufmännische Fachrichtungen zu erlernen. Denise Strobe hat nach ihrem Schulabschluss die Ausbildung zur Packmitteltechnologin bei Panther Packaging gemacht und hat einen Tipp für zukünftige Bewerber: „Man sollte immer Interesse für den jeweiligen Beruf zeigen und sich vorher über Aktuelles im Unternehmen informieren.“

Dabei ist die Ausbildungsmesse eine ideale Hilfe. Viele Schulen aus der Umgebung hatten sich angemeldet, insgesamt 1100 Schüler der 8. bis 11. Klassen. Zudem gab es für die Messe die Möglichkeit, sich im Vorfeld die Ausstellerliste online anzusehen und Gesprächstermine für den Messetag zu vereinbaren. Wer sich noch unsicher über seine Bewerbungsunterlagen ist, konnte diese mitbringen und prüfen lassen. „Die Messe entwickelte sich in den Jahren immer weiter. Die Schüler sind im Vergleich zu früher viel besser vorbereitet und fragen gezielter nach“, beschrieb Falkensees Bürgermeister Heiko Müller seine Eindrücke auf der Messe.

Viele Informationen wurden geboten und die Möglichkeiten sind so vielseitig wie nie zuvor. Zudem wird die Trennung von typischen Männer- und Frauenberufen immer kleiner. Dies konnte auch Michael Schmidt, Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr, am Donnerstag bestätigen: „Auch wenn wir noch immer mehr Männer bei der Bundeswehr haben, so steigt der Prozentsatz der Frauen stetig. Vor allem im medizinischen Bereich und der Verwaltung sind sehr viele Frauen beschäftigt.“

Die Jugendlichen sehen das heute etwas entspannter, manchmal vielleicht auch zu entspannt. Das kann Angela Kude, Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit, nur bestätigen:„Manche kommen zu uns zur Berufsberatung und haben schon konkrete Pläne, andere wissen gar nicht, was sie wollen.“

Dabei ist die Zeit für Absolventen günstig. Viele Unternehmen in der Region suchen noch Auszubildende, die Messe bot daher einen idealen Ort zum gegenseitigen Kennenlernen.

Von Vanessa Mehwitz

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