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Schüsse, Feuer, Farbanschläge

Spektakuläre Kriminalfälle im Osthavelland 2015 Schüsse, Feuer, Farbanschläge

Brände in Falkensee, Brieselang, Schönwalde und Nauen, ein irrtümlich Getöteter in Tietzow und Häcksler-Unfall in Paulinenaue. In diesem Jahr gab es mehrere spektakuläre Kriminalfälle im Osthavelland.

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Nicht nur die Polizisten waren geschockt von dem Brandanschlag auf die Turnhalle in Nauen.

Quelle: Julian Stähle

Havelland. Mitten im Sommer dieses Jahres bekam die Stadt Nauen eine mediale Aufmerksamt, auf die sie gern verzichtet hätte. In der Nacht zum 25. August stand in der Straße Zu den Luchbergen die Sporthalle des Oberstufenzentrums Havelland in Flammen. Feuerwehrleute konnten trotz sofortiger Löscharbeiten die Halle nicht retten. Sie brannte bis auf den Grundmauern nieder, wurde in der Zwischenzeit sogar ganz abgerissen. Nur wenige Tage nach dem Feuer hätten in der Halle etwa 100 Flüchtlinge vorübergehend untergebracht werden sollen. Schnell war klar, dass es sich um Brandstiftung handelte. Bisher konnten die Täter noch nicht ermittelt werden.

Ebenfalls gebrannt hatte es auf dem Gelände des Schullandheimes Schönwalde. Am 12. November war dort ein Schuppen betroffen. Brisanz erhielt die Tat vor allem deshalb, weil auf dem 32 000 Quadratmeter großen Areal zwei Tage zuvor 48 Flüchtlinge untergebracht wurden. Die als Notunterkunft genutzten Gebäude befinden sich allerdings in einiger Entfernung zum Schuppen. Nach bisherigen Ermittlungen gehe die Polizei von Brandstiftung aus, so Polizeisprecher Heiko Schmidt. „Ein Zusammenhang mit dem Asylheim oder ein ausländerfeindlicher Hintergrund haben sich bisher nicht ergeben.“

Zumindest in Teilen aufgeklärt werden konnten diverse Anschläge auf Parteibüros in Nauen. Von März bis Juli waren Räume der Linken und der SPD betroffen. Die Täter hatten die Wände mit Farbe beschmiert, Klebstoff in Schlösser gedrückt oder Steine gegen die Frontfenster geworfen. Laut Polizeisprecher Heiko Schmidt seien bei mehreren Sachbeschädigungen auf das Büro der Partei Die Linke insgesamt drei Tatverdächtige auf frischer Tat oder kurz danach erwischt worden. Die Vorgänge werden an die Staatsanwaltschaft Potsdam abgegeben.“

Kurz vor Jahresende am 13. Dezember morgens gegen 3 Uhr hatte ein Zeuge in der Finkenkruger Straße in Falkensee bemerkt, dass Rauch aus dem Rohbau der künftigen Polizeiinspektion Havelland drang. Feuerwehrleute konnten die Ausbreitung des Feuers verhindern, allerdings muss nun die Statik des Gebäudes überprüft werden, was zu einen Baustopp führte. Ein zunächst vorläufig festgenommener 18-jähriger Falkenseer wurde später wieder freigelassen. Die Suche nach den Brandstiftern dauert an.

Auf tragische Weise ums Leben kam ein 31-jähriger Mann aus Klein Behnitz am 9. September. Er wurde am Rand eines Maisfeldes in Tietzow von einem Jäger erschossen. Der Schütze saß auf einem Hochsitz und meinte, ein Wildschwein aufgespürt zu haben. Ein Geschoss traf jedoch ein Pärchen, das im hohen Gras lag. Die Begleiterin des Getöteten wurde am Arm verletzt. Auch in diesem Fall laufen die Ermittlungen noch. „In den nächsten Wochen ist mit dem Abschluss zu rechnen“, sagt Nils Delius von der Staatsanwaltschaft Potsdam.

In einen Maishäcksler geraten und dabei schwer an den Beinen verletzt wurde am 5. Oktober ein 81-jähriger Berliner während einer Drückjagd bei Paulinenaue. Das Verfahren gegen den Häckslerfahrer ist inzwischen eingestellt worden, wie Nils Delius weiß. „Es gab keinen Anhaltspunkt für eine Fahrlässigkeit des Häcksler-Fahrers. Der Geschädigte soll sich entgegen allen Regeln in das Maisfeld begeben haben und auf das Fahrzeug zugelaufen sein. Für den Fahrer war er dann nicht mehr zu sehen“, so der Staatsanwalt.

Am 4. Oktober sorgte ein Feuer in Brieselang für Aufregung. Eine Gaststätte Am Markt brannte in der Nacht komplett aus. Verletzt wurde niemand. Allerdings war die Qualm- und Rußbildung so stark, dass die über dem Steakhaus befindlichen Räume des Rathhauses nicht mehr nutzbar waren. Erst vor wenigen Tagen konnten die Verwaltungsangestellten ins Rathaus zurückkehren. Noch ist nicht geklärt, „ob es sich um Brandstiftung, einen technischen Defekt oder Fahrlässigkeit handelt“, so Polizeisprecher Heiko Schmidt.

Von Jens Wegener

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