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Schule erhält digitales Schwarzes Brett

Elstal Schule erhält digitales Schwarzes Brett

Das neue Modul, das Dienstag in der Heinz-Sielmann-Oberschule in Elstal (Havelland) vorgestellt wurde, sieht aus wie ein großer Flachbildfernseher. Aber es geht um etwas viel Wichtigeres: die berufliche Zukunft der Schüler.

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Schüler der Heinz-Sielmann-Oberschule in Elstal stehen unter dem neuen Digitalen Schwarzen Brett der IHK.

Quelle: Ralf Stork

Elstal. Das neue Modul, das am Dienstag in der Heinz-Sielmann-Oberschule in Elstal vorgestellt wurde, sieht aus wie ein großer Flachbildfernseher. Den jemand ziemlich hoch in der Cafeteria aufgehängt hat. Wahrscheinlich könnte man auf dem Bildschirm tatsächlich Filme gucken, aber es geht um etwas viel Wichtigeres: die berufliche Zukunft der Schüler.

„Was wir hier hinten an der Wand sehen, ist ein Digitales Schwarzes Brett“, sagte Schulleiterin Christine Scharschmidt in einer kurzen Ansprache. Die rechte Hälfte des Bildschirms wird von der IHK-Potsdam bespielt. Zu sehen sind zum Beispiel aktuelle Praktikums- und Ausbildungsplätze der Industrie- und Handelskammer.

Während die Schulleiterin spricht, werden im Hintergrund Ausbildungsplätze für die Berufe Packmitteltechnologe, Industriemechaniker, Fachinformatiker und Kaufman für Marketingkommunikation angepriesen. Es sind auch Stellen in Teltow oder Dahme dabei, Stellen also, die nicht im direkten Einzugsgebiet der Sielmann-Oberschule liegen. Aber das soll sich bald ändern. „In Zukunft wollen wir auf dem Schwarzen Brett Informationen anbieten, die auch nur für Elstal relevant sind“, sagt Ulrike Waschau von der IHK-Potsdam, die das Schwarze Brett finanziert hat.

So könnte zum Beispiel ein Unternehmen aus der Region einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz ganz gezielt für die Schüler der Sielmann-Oberschule anbieten. Die Informationen von dem Bildschirm sollen über eine App der Handelskammer auch auf dem Handy abrufbar sein.
In diesen Wochen hat die IHK-Potsdam insgesamt 45 Schwarze Bretter wie in Elstal aufgehängt. Ein Monitor kostet rund 6000 Euro. Für die Werbung um Auszubildende nimmt sie also einiges Geld in die Hand.

„Im vergangenen Jahr konnten wir 1000 Ausbildungsplätze nicht besetzen“, sagt Wachau. Jedes Jahr wandern viele Schulabgänger zur Ausbildung nach Berlin oder in andere Bundesländer ab. „Diesen Trend wollen wir auch mit Hilfe der Schwarzen Bretter stoppen“, sagt Waschau.

Die Heinz-Sielmann-Oberschule hat seit vielen Jahren ein wirtschaftsorientiertes Profil. Schon die Siebtklässler lernen an Schnuppertagen verschiedene Betriebe in der Region kennen. Von der 8. bis zur 10. Klasse steht dann jedes Schuljahr mindestens ein Betriebspraktikum auf dem Programm. Hinzu kommen Bewerbungstrainings und der Besuch verschiedener Ausbildungsmessen.

Über all diese Aktivitäten wird auf der linken Hälfte des Schwarzen Bretts von der Schule informiert. Das sollen – unter Anleitung – die Schüler selbst übernehmen. Eine entsprechende Redaktions-AG soll in den nächsten Wochen gegründet werden.

Von Ralf Stork

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