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Havelland Schule mit Courage gegen Rassismus
Lokales Havelland Schule mit Courage gegen Rassismus
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00:10 09.03.2018
Til Klube und Schul-Pate Ronald Rauhe mit der Urkunde. Quelle: Carsten Scheibe
Falkensee

Gegen halb eins am Donnerstag zog Olympia-Gewinner Ronald Rauhe an einer Schnur – und entblößte auf diese Weise ein zuvor verhangenes und neu an der Außenfassade des Lise-Meitner-Gymnasiums angebrachtes Schild. Darauf steht nun in Schwarzweiß „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Ronald Rauhe als Schulpate

Neben vielen Schülern, dem Schulleiter René Durdel und der Stadt-Dezernentin Luise Herbst war auch Andrea Rausch beim festlichen Akt mit dabei. Sie ist die Landeskoordinatorin für Brandenburg, wenn es um die Vergabe der Schilder geht: „In Brandenburg gibt es uns seit 20 Jahren, 78 Schulen haben sich bereits den Idealen verschrieben. Deutschlandweit sind bereits 2640 Schulen mit an Bord. Der Titel ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ ist keine Auszeichnung, die man sich verdienen muss, sondern eine Selbstverpflichtung für die Zukunft.“

Plakette am Schulgebäude

Um die Plakette an der Wand des Schulgebäudes präsentieren zu können, müssen sich wenigstens 70 Prozent des gesamten Schulkörpers vom Rektor über die Lehrer bis hin zu den Schülern per Unterschrift verpflichten, gegen Rassismus, Diskrimination und Mobbing einzutreten und sich für Zivilcourage einzusetzen.

Schulleiter René Durdel sagte: „Die Idee, diesem Projekt beizutreten, haben wir bereits seit zwei, drei Jahren. Im letzten Jahr hat die Projektgruppe um Gudrun Hübler Fahrt aufgenommen. Am Ende haben 82 Prozent die Selbstverpflichtung unterschrieben. Damit sind wir nicht unzufrieden. Zumal es ja nicht bedeutet, dass die anderen 18 Prozent für Rassismus sind.“

Für ein besseres Miteinander

Til Klube (17) aus der 11. Klasse hat das Bekenntnis zusammen mit einer Schülergruppe vorbereitet. Er nahm stellvertretend die Urkunde aus den Händen von Andrea Rausch entgegen. In seiner Rede sagt er: „Wir hatten an unserer Schule noch nie ein Problem mit Rassismus oder mit fehlender Courage. Aber das Miteinander, das lässt sich noch verbessern. Alle sollen sich an der Schule wohlfühlen.“

Dabei möchte auch der Pate Ronald Rauhe helfen: „Meine Kinder sind anderthalb und dreieinhalb Jahre alt. Aber ich wohne gleich um die Ecke, vielleicht besuchen sie ja einmal das Lise-Meitner-Gymnasium. Ich finde es toll, wenn Jugendliche soziale Verantwortung übernehmen. Ich kenne das Projekt bereits von einer anderen Schule und habe sofort zugesagt, als ich als Pate angefragt wurde. Ich möchte auf Augenhöhe mit den Schülern sein, ein Ronni, ein Du und kein Sie. Und wenn Probleme vorhanden sind, dann helfe ich gern dabei, Brücken zu bauen.“

Aktion am LMG. Quelle: Carsten Scheibe

„Jetzt geht die Arbeit erst richtig los“, schloss Andrea Rausch den festlichen Akt. Und in der Tat – es ging gleich los. Die Schüler hatten im Foyer ein weißes Laken aufgespannt und Flaschen mit bunter Fingerfarbe vorbereitet. Frei nach dem Motto „Meine Linke gegen Rechts“ färbten sich viele Schüler ihre linken Hände und protestierten mit ihrem Händeabdruck gegen rechte Umtriebe.

Von Carsten Scheibe

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