Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Schule und Senioren wollen kooperieren
Lokales Havelland Schule und Senioren wollen kooperieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 07.10.2017
Gabriele Linke schenkte den Schülern der Milower Grundschule gemeinsam mit Klaus Sahr auf dem Schulhof in Milow Tee aus. Quelle: Christin Schmidt
Anzeige
Milow

Jung und Alt sollen im Milower Land enger zusammenrücken. Miteinander leben statt nebeneinander her, so lautet die Devise, der die Mitglieder des im März gegründeten Seniorenbeirats der Gemeinde folgen. Diese mündete nun in einem Kooperationsvertrag zwischen der Inge-Sielmann-Grundschule in Milow und dem Seniorenbeirat.

„Wir wollen die Schüler bei Projekten und Veranstaltungen unterstützen und einspringen, wenn die Eltern mal nicht können“, erklärt die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Gabriele Linke. Gemeinsam mit Klaus Sahr hatte sie zum Auftakt der Partnerschaft die rund 150 Mädchen und Jungen der Grundschule zum jährlichen Spendenlauf mit warmem Tee und Wasser versorgt.

Anschließend unterzeichneten Schulleiterin Kerstin Wernsdorf und Gabriele Linke den Vertrag, der die künftige Zusammenarbeit besiegelt.

Für die Kinder ist die neue Partnerschaft selbstverständlich

Für die Schüler, die nach dem Lauf am Getränkestand mit Gabriele Linke und Klaus Sahr plauderten und dankbar den Tee annahmen, schien die neue Partnerschaft schon selbstverständlich zu sein, von Berührungsängsten keine Spur. Im Gegenteil.

Stolz erzählten die Mädchen und Jungen, wie viele Runden sie gelaufen sind und wie viele Spenden sie damit gesammelt haben. „Die Kinder sind sehr offen und haben sich über die Kooperation mit den Senioren gefreut“, bestätigt die Schulleiterin und fügt hinzu: „Als Schule können wir natürlich jeden Helfer gebrauchen.“

Iris Guder (hinten) und Klaus Sahr schauen zu, wie Kerstin Wernsdorf und Gabriele Linke den Kooperationsvertrag unterzeichnen. Quelle: Christin Schmidt

Alle zwei bis drei Monate soll nun ein Treffen zwischen den Senioren und der Schule stattfinden, so dass die Mitglieder des Beirats stets auf dem Laufen sind und wissen, welche Projekt anstehen. „Diese Art der Zusammenarbeit ist auch für uns neu, deshalb wollen wir jetzt erst einmal schauen, was wir alles tun können“, machte Gabriele Linke deutlich. In jedem Fall wollen sich die Senioren in der Vorweihnachtszeit einbringen, mit den Kinder Plätzchen backen oder ihnen etwas vorlesen. Ideen gibt es schon auf beiden Seiten jede Menge.

Ansprechpartnerin für die Senioren ist in der Grundschule die Sekretärin Iris Guder. Sie leitet die Erlebnis-Arbeitsgemeinschaft und hatte nicht zuletzt die Idee, Schüler und Senioren künftig häufiger zusammenzubringen.

Beide Seiten sollen von dieser Partnerschaft profitieren. Die Senioren unterstützen die Schule bei Projekten und die Schüler wollen zum Beispiel die ältere Generation mit kleinen Konzerten zu besonderen Anlässen erfreuen.

Heinz Golz lobt das Engagement der Milower Senioren

Auch die zweite Schule in der Gemeinde, die Kleine Grundschule in Großwudicke, soll künftig vom Engagement des Seniorenbeirats profitieren. Wie die Zusammenarbeit hier aussehen kann, das wollen Klaus Sahr und seine Mitstreiter in den nächsten Wochen besprechen.

Mittagstisch in Milow und Nitzahn, Männerfrühstück in Milow, Kaffeeklatsch in Großwudicke, eine Messe zum Thema „Gesund älter werden im Milower Land“, verschiedene Informationsveranstaltungen zu für Senioren relevante Themen, die Beteiligung mit rund 30 Senioren am Seniorensportfest des Landkreises Havelland und nun der Kooperationsvertrag mit der Milower Grundschule – was der Seniorenbeirat seit März auf die Beine gestellt hat, ist beachtlich. Für so viel Engagement gab es kürzlich sogar Lob vom Vorsitzenden des Kreisseniorenrates, Heinz Golze.

Auch Milows Ortsvorsteher, Winfried Ganzer, würdigt dieses Ehrenamt. „Diese Kooperation ist eine sehr schöne Sache. Ich begrüße es, wenn die unterschiedlichen Generationen sich gegenseitig unterstützen. Warum auch nicht?“, so Ganzer. Er besuchte ebenfalls den Sponsorenlauf und staunte über die sportlichen Leistungen. Viele Schüler legten acht bis zehn Runden zurück. Das erlaufene Geld fließt in Naturschutzprojekte.

Gabriele Linke, Kerstin Wernsdorf, Iris Guder und Klaus Sahr (v.l.) wollen sich künftig gegenseitig unterstützen. Quelle: Christin Schmidt

Von Christin Schmidt

Kommunalpolitiker von CDU, SPD, Grünen und Linken blicken auf die Arbeit der letzten Jahre in Wustermark zurück. Sie sehen vor allem in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung noch Reserven.

06.10.2017

Das Asylbewerberheim an der Alten Waldstraße in Premnitz soll zu Beginn des neuen Jahres wieder bezogen werden. Es hat eine Kapazität von 83 Plätzen. Im Juli 2014 hatte deren Erstbelegung mit Flüchtlingen begonnen, im August 2016 wurde es wegen anstehender Reparaturarbeiten leergezogen.

06.10.2017

Seit fünf Jahren bemüht sich ein gutes Dutzend Rathenower darum, ihre Heimat ein bisschen lebenswerter zu machen. Die Stinknormalen Superhelden. Ihr Markenzeichen: schrille Kostüme, schräge Namen und Spaß am Aufräumen. Am Dienstag wurden die Superhelden mit dem Rathenower Bürgerpreis ausgezeichnet.

04.03.2018
Anzeige