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Schulen ganz oben auf der Prioritätenliste

Milower Land investiert Schulen ganz oben auf der Prioritätenliste

Dass das Westhavelland beim Stadt-Umland-Wettbewerb (SUW) leer ausgegangen ist und der erhoffte Geldseegen aus Potsdam nicht kommt, hat Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land inzwischen verdaut. Statt lang zu hadern, hat sich seine Verwaltung auf die Suche nach neuen Fördermöglichkeiten begeben.

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Lernen in der Kleinen Grundschule Großwudicke. Die Schule soll zwei neue Klassenräume und einen Treppenlift bekommen.

Quelle: Bernd Geske

Milower Land.
Zehn Projekte hatte die Gemeinde mit Mitteln aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb finanzieren wollen. Wie Felix Menzel in der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch deutlich machte, sollen diese keineswegs auf Eis gelegt werden. Er hat bereits Ideen und Pläne, wie die Vorhaben nun finanziert und umgesetzt werden können. Oberste Priorität, so Menzel, haben die Umrüstung der Straßenbeleuchtung – ein Thema, das die Gemeinde seit 20 Jahren beschäftigt – sowie der dringende Ausbau und die Sanierung der beiden Grundschulen.

„Die Toiletten in der Milower Inge-Sielmann-Grundschule sind älter als ich. Hier muss dringend etwas gemacht werden“, erklärte Menzel seinen Gemeindevertretern. Auch die Dämmung und das Dach müssen erneuert werden. Zudem sei ein Fahrstuhl geplant, so dass das Schulgebäude künftig barrierefrei zugänglich ist. Barrierefrei soll auch die Kleine Grundschule in Großwudicke werden. Hier ist ein Treppenlift vorgesehen. Außerdem soll eine alte Baracke abgerissen und ein Ersatzneubau mit zwei zusätzliche Klassenräume entstehen.

Serviceorientierte Sanierung der Grundschulen

„Hier wollen wir ein Grünes Klassenzimmer einrichten. Außerdem wollen wir Behandlungsräume zum Beispiel für Logopäden schaffen“, erläutert Menzel. Ziel sei es, den Kindern den Weg zur Behandlung zu ersparen. Eltern müssten so nicht mehr von der Schule in die Stadt zum Termin hetzen, erklärt der Bürgermeister den serviceorientierten Ansatz.

Derzeit sind die Schule und die Kita in Großwudicke zu 100 Prozent ausgelastet. Auch in Milow gibt es kaum noch Kapazitäten. Nach ersten Planungen sollen insgesamt fast 900 000 Euro in beide Schulen investiert werden – 529 000 Euro sind für die Arbeiten in Milow geplant, 359 000 Euro werden für die Kleine Grundschule benötigt. Das Geld soll aus Mitteln des Leader-Programms kommen, ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raums. Einen entsprechenden Antrag wird die Gemeinde im Juni bei der Lokalen Aktionsgruppe Havelland einreichen. Felix Menzel rechnet im Juli mit einer Antwort. Er sieht vor, dass die Baumaßnahmen 2017 beginnen. Im Falle einer Zusage darf die Gemeinde mit einer 75-prozentigen Förderung rechnen.

Von Christin Schmidt

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