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Schulkinowochen: Mehr Anspruch, bitte!

Filmische Werke Schulkinowochen: Mehr Anspruch, bitte!

Ein Kriegsdrama, mehrere Kinderfilme, Animation und Komödie – das Angebot der Schulkinowochen 2016 in Rathenow ist abwechslungsreich, wenngleich „leichte Kost“ dominiert. Das dürfte auch mit der Nachfrage zusammenhängen. Für den anspruchsvollsten Film im Programm liegen kaum Anmeldungen vor.

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Das Kriegsdrama „Elser“ will in Rathenow kaum jemand sehen.

Quelle: Lucky Bird Pictures

Rathenow. Wissens- und Kompetenzvermittlung verbunden mit Allgemeinbildung und Unterhaltung, all das sollen die bundesweiten Schulkinowochen bieten, die am 14. Januar beginnen und bereits zum zehnten Mal stattfinden. Auch das Haveltorkino in Rathenow beteiligt sich wieder. „Seit ich das Kino vor sieben Jahren übernommen habe, machen wir bei den Schulkinowochen mit. Dabei geht es für mich darum, Kinder zu fördern und Lehrern ein weiteres Lehrinstrument an die Hand zu geben, um den Unterricht interessanter zu gestalten“, erklärt die Haveltorkino-Geschäftsführerin Christl Schneewind. Insgesamt werden in Brandenburg in diesem Jahr für die verschiedenen Altersgruppen 32 Filme angeboten. Dabei werden sowohl Grundschüler als auch Abiturienten bedacht.

Davon sind in Rathenow an drei Tagen fünf Filme zu sehen: Am Donnertsag, 14. Januar laufen „Winnetous Sohn“ und „Otto ist ein Nashorn“, am 15. Januar „Elser – Er hätte die Welt gerettet“ und am 28. Januar „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ sowie „Das kleine Gespenst“.

„Die Lehrer könnten mehr daraus machen“

Anmeldungen werden noch im Haveltorkino angenommen. Bisher sind acht Schulen dabei. Die meisten wollen sehen, wie die Kreuzberger Jungs Rico und Oskar ihren zweiten Fall lösen. Für den Kinderfilm, der mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet wurde, liegen bereits 200 Anmeldungen vor. Die animierte Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Nashorn interessiert 70 Schüler. Dagegen liegen bisher nur rund 20 Anmeldungen für das Kriegsdrama „Elser – Er hätte die Welt gerettet“ vor. Zu wenige, vermutlich wird dieser Film aufgrund der geringen Nachfrage aus dem Programm genommen. Was die Geschäftsführerin sehr bedauerlich findet. Ihr gehe der Anspruch insgesamt nicht weit genug. „Die Lehrer könnten mehr daraus machen“, so Schneewind. Allerdings sei die Teilnahme natürlich auch mit zusätzlicher Vorbereitungsarbeit für die Lehrkräfte verbunden.

Direkten Einfluss auf das Programm hätten die Kinobetreiber nicht. „Wir sind nur die Ausführenden. Die Schulkinowochen werden von den Ländern gesponsert, viel gestalten können wir dabei nicht.“, erklärt Schneewind. 2003 gab es zum ersten Mal in einigen Bundesländern eine Schulkinowoche, das Land Brandenburg war mit von der Partie. 2006 bekam das Projekt eine feste und fundierte Struktur, als „Vision Kino“, das bundesweite Netzwerk für Film- und Medienkompetenz, begann, die Schulkinowochen in allen Bundesländern zum größten film- und medienpädagogischen Projekt auf und auszubauen. Im Land Brandenburg kümmert sich als regionaler Kooperationspartner seither die Initiative Filmernst unter der Schirmherrschaft von Bildungsminister Günter Baaske um die Organisation des Projekts.

Gefördert werden die Schulkinowochen vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Filmförderungsanstalt.

Von Christin Schmidt

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