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Havelland Schulneubau nicht unter allen Umständen
Lokales Havelland Schulneubau nicht unter allen Umständen
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19:27 26.01.2017
Rund 40 Dallgower Eltern machten am Mittwoch ihrem Ärger über die nicht vorhandene Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern Luft. Quelle: Laura Sander
Dallgow-Döberitz

Der kleine Sitzungsraum im Obergeschoss der Dallgower Feuerwache stieß am Mittwochabend an seine Grenzen. Eine Delegation aus rund 40 Eltern, Lehrern und Betreuern hatte sich anlässlich der Entscheidung über den heiß diskutierten und rund 3,7 Millionen Euro teuren Grundschul- und Horterweiterungsbau versammelt. Denn den Plan für das Schulgelände in der Steinschneiderstraße, den die Dallgower Gemeindevertreter bereits im November gefasst hatten, stellt vor allem ein Großteil der Elternschaft nun in Frage.„Grundsätzlich befürworten wir den Grundschulneubau, und uns ist auch klar, dass es Beeinträchtigungen geben wird. Sie sollten jedoch so gering, wie möglich gehalten werden“, so Elternvertreterin Andrea Lampe. „Das wird über Jahre eine Großbaustelle – wie soll dort bei all dem Lärm und Schmutz Unterricht und ein normaler Schulalltag stattfinden“, fragt Lampe weiter.

Dreigeschosser mit Anbau

Dort, wo jetzt der alte Flachbau steht, könnte, laut Vorentwurf des Berliner Architektenbüros Sellke, ein Gebäude mit drei Geschossen sowie ein Verbindungsbau mit insgesamt 18 neuen Hort- und Klassenräumen entstehen. Im ersten Bauabschnitt soll das Verbindungsstück geschaffen und gleich von den Klassen aus dem Flachbau bezogen werden. Anschließend würde der Flachbau abgerissen und mit dem Bau des eigentlichen Schulanbaus begonnen werden.

Hier in der Steinschneiderstraße soll angebaut werden. Quelle: Tanja M. Marotzke

„So zieht sich die Bauzeit doch viel länger hin. Würde man das alles in einem Zug machen und in der Zwischenzeit Container für die Schüler aufstellen, wäre es wesentlich unproblematischer“, so ein Vorschlag der Eltern. Gegen die Container-Lösung hatten sich die Gemeindevertreter jedoch bereits im Oktober entschieden, da diese mit Mietkosten von knapp 200 000 Euro jährlich zu Buche schlagen würden. Zudem stünden die Container ebenfalls auf dem im Bau befindlichen Schulgelände – vollständig geschützt vor Lärm und Bauschmutz wären die Schüler trotzdem nicht.

Langfristige Lösungen

„Seit Jahren lernen die Schüler der dritten Klassen in viel zu kleinen Räumen im Flachbau an der Steinschneiderstraße – und müssen dort auch noch ihre Freizeit verbringen, weil die Horträume nicht ausreichen. Nun soll endlich etwas passieren – und die Eltern stehen Kopf. Klar sind Bauarbeiten im laufenden Betrieb kein Vergnügen. In einer wachsenden Gemeinde wie unserer ist das aber kaum anders möglich“, so Peter-Paul Weiler (Grüne). „Wir freuen uns, dass sich die Elternvertreter in die Planungen einbringen möchten. Nicht aus dem Auge verlieren dürfen wir dabei, dass wir für die Zukunft planen und langfristig gute Lösungen finden müssen – es wird ein gutes Baustellenmanagement gebraucht, um die Belastungen für alle möglichst gering zu halten und Lärm und Dreck zu minimieren“, so Weiler weiter.

Derzeit in der Phase der Vorplanung

„Bislang sind wir jedoch lediglich im Bereich der Vorplanung, es gibt weder Ansichten, noch Grundrisse. Wir wollen Eltern und Schulleitung nicht übergehen, konkret wird es jedoch erst, wenn der Haushalt mit dem Kredit für den Erweiterungsbau genehmigt ist“, erklärte Ralf Böttcher (CDU), der Vorsitzende der Gemeindevertretung, und reagierte auf die Frage nach mehr Informationen zum Bauvorhaben prompt mit einer Einladung in die unterschiedlichen Ausschüsse der Gemeindevertretung. „Wenn wir etwas Konkretes haben, werden wir die Schulleitung mit einbeziehen und auch den Architekten dazu holen. Aber es ist auch so, dass nicht jeder alles mitbestimmen kann, sonst kommen wir nie voran“, sagte Lothar Ladewig (Freie Wähler). Die Beschlüsse zur Beauftragung von Planleistungen wurden am Mittwoch nun zunächst einmal nach hinten gestellt, um alle Unklarheiten und Ängste bei einer Elternfragestunde aus der Welt zu schaffen, die Anfang Februar stattfinden soll. Auch die Suche nach einem komplett neuen Standort für den Neubau – zum Beispiel in der Bahnhofstraße – könnte dann zum Thema gemacht werden.

Neubau im laufenden Betrieb

Auf dem Gelände der Kita in der Finkenkruger Straße hat die Gemeinde 2018 ganz Ähnliches vor.

Hier soll eine komplett neue Kita für rund 100 Kinder direkt neben dem alten Gebäude entstehen.

Die alte Kita war in der Vergangenheit immer wieder von Schimmel befallen und müsste in rund drei Jahren sowieso erneuert werden.

Nachdem im September der Platzmangel in der Grundschulfiliale so akut geworden war, dass Inklusionsschüler sogar Unterricht auf dem Flur abhalten mussten, wurde in der Gemeindevertretersitzung die Planung für den Anbau angeschoben. In monatelangen Diskussionen einigten sich die Vertreter aller Fraktionen größtenteils im Einvernehmen auf den aktuell feststehenden ersten Entwurf. „Ein Gebäude kann nicht leise entstehen, jedoch gibt es festgeschriebene Bestimmungen, die Lärm und Verschmutzung auf einer Baustelle regeln“, so Böttcher.

Von Laura Sander

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