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Schulrat genehmigt nur sieben 1. Klassen

Rathenow: Grundschuldebatte reißt nicht ab Schulrat genehmigt nur sieben 1. Klassen

Eine weitere Schuldebatte erregt derzeit die Gemüter in Rathenow und sorgte am Dienstag für eine teils chaotische Sitzung des Bildungsausschusses. Lautstark wurde einmal mehr über die Verteilung der ersten Klassen diskutiert. Eltern, Erzieher und Schulleiter trugen ihre Bedenken vor. Dabei hatte die Ausschussvorsitzende Karin Dietze Mühe, die Emotionen zu zügeln.

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Hans-Jürgen Lemle

Quelle: MAZ/Archiv

Rathenow. Grund für die Aufregung war zum einen die Absage des Schulamts acht erste Klassen in den vier Grundschulen einzurichten. Bei 173 Schülern seien nur sieben Klassen vorgesehen, so Schulrat Bernd Thiel sinngemäß. Deshalb bleibt die Verwaltung bei ihrem Vorschlag Ende August je eine Klasse in die Grundschulen Otto Seeger und Am Weinberg einzuschulen.

Die Scholl-Grundschule soll zwei erste Klassen bekommen, die Jahn-Grundschule drei. Dem stimmten die Abgeordneten mehrheitlich zu. Ihnen blieb kaum eine andere Wahl nachdem das Landesjugendamt es ablehnte, den Hort der Seeger-Grundschule ausnahmsweise mit mehr Kindern als zulässig zu betreiben. Die Ausnahmegenehmigung wäre Voraussetzung gewesen, um zwei erste Klassen in der Seeger-Grundschule einzurichten.

Die Entscheidung schmeckt vielen Eltern nicht. Die einen kritisierten die Zustände am Hort in der Jahn-Grundschule, der schon jetzt an seine Grenzen stoße. Andere wünschen sich zwei Klassen für die Seeger-Grundschule und werfen der Verwaltung vor, sich nicht stark genug dafür eingesetzt zu haben. 32 Anmeldungen liegen für diese Schule vor, für 25 Kinder ist Platz.

Fünf Erstklässler, die nicht im Einzugsgebiet der Schule wohnen, sowie zwei Kinder aus dem Einzugsgebiet müssen nun auf andere Schulen verteilt werden. Die Alternative – je zwei Klassen an der Jahn- und der Seeger-Grundschule – hätte zur Folge, dass etwa 20 Kinder aus der Stadt die Schule in West besuchen müssten. „Wissen Sie, was ich dann für Briefe bekomme?“, mahnte Dezernatsleiter Hans-Jürgen Lemle.

Gegen die Dreizügigkeit der Jahn-Grundschule hatten Eltern mehr als 60 Unterschriften gesammelt. Der Hortbetrieb stoße mit derzeit knapp 200 Kindern an die Grenze des Machbaren, so eine Mutter. Diese Bedenken waren den Abgeordneten neu. „Wozu gibt es an der Jahn-Grundschule eine Schulkonferenz, wenn diese Stimmen erst jetzt laut werden“, fragte René Hill (CDU). Hans-Jürgen Lemle wunderte sich, dass die Schulleitung in mehren Gesprächen dieses Problem nicht vorgetragen hatte.

Zugleich betonte er, dass sich die Situation entspannt, wenn das ehemalige Rathaus in der Jahnstraße 34 zum Hort umgebaut wird. Das soll laut Lemle im besten Fall noch dieses Jahr passieren. Am Donnerstag sind die Vergabekriterien zur Ausschreibung Thema im Hauptausschuss.

Das Thema beschäftigt die Mitglieder nicht erst seit der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses.

Von Christin Schmidt

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