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Schulreporter fragen MAZ-Journalistin aus

Rathenow Schulreporter fragen MAZ-Journalistin aus

Die Mädchen und Jungen der Klasse 7L des Rathenower Jahngymnasiums hatten am Donnerstag Besuch. Eine Reporterin der MAZ stellt sich 90 Minuten lang den Fragen der Schüler. Mit Begeisterung schlüpften die Siebtklässler in die Journalisten-Rolle und hatte dabei auch pikante Fragen parat.

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Schulreporterin Alina bei der Arbeit. Zusammen mit ihrer Gruppe interviewte sie die Reporterin. Das Gespräch nahmen die Schüler sogar auf.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Politisch interessiert, aufgeweckt, fröhlich und voll Energie – so präsentierten sich die Schüler der Klasse 7L des Rathenower Jahngymnasiums am Donnerstagmorgen ihrem Besuch. Die Jungen und Mädchen hatten sich eine MAZ-Reporterin eingeladen, um selbst einmal in die Rolle eines Journalisten zu schlüpfen. Statt wie sonst üblich die Fragen der Lehrer zu beantworten, durften sie diesmal die Fragen stellen.

Deutschlehrerin Ute Arndt hatte ihnen die Aufgabe gestellt, einen Artikel über die Reporterin zu schreiben. Im Gegenzug durfte die Journalistin in der heutigen MAZ über ihren Besuch in der Klasse berichten. Diese Vereinbarung fanden die Schüler super, denn neben Sport- und Polizeiberichten lesen sie besonders gern Artikel über ihre eigene Schule.

Die Schüler hatten einen umfangreichen Fragenkatalog parat

Auf ihre Aufgabe hatten sich die Siebtklässler bestens vorbereitet. Mit Papier, Stift, dem Smartphone für Tonaufnahmen und einem umfangreichen Fragenkatalog machten sie sich an die Arbeit. Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen? Hatten Sie schon mal eine Schreibblockade? Wie viel Zeit haben sie, um einen Artikel zu schreiben? Wie viele Journalisten arbeiten an einer Zeitung? Sind Sie verheiratet? Gehen Sie gern shoppen? Alter und Familienstand interessierte die neugierigen Nachwuchsreporter ebenso wie sämtliche Details zur Arbeit eines Reporters, die Herstellung und den Druck der Zeitung.

Alles wollten sie wissen. Selbst die politische Meinung wurde von der Zwölfjährigen Paulin-Sophie abgefragt: „Was sagen sie zum Wahlergebnis in den USA?“ Sie selbst mache sich große Sorgen, weil Donald Trump nun bald am Atomknopf sitzt.

Alle drei Rathenower Schulen beteiligen am Schulreporter-Projekt

Während die einen bereits die gesammelten Informationen zu Papier brachten, ließ sich Frauke noch den Journalistenausweis der Reporterin zeigen und Ute Arndt hielt den Besuch in Bildern fest. Die Leistungsklasse 7L des Jahngymnasiums ist eine von mehr als 50 Klassen, die in diesem Jahr am MAZ-Schulreporterprojekt teilnehmen. Allein im Westhavelland machen elf Klassen aus drei Rathenower Schulen mit. Besonders engagiert ist dabei die Duncker-Oberschule. Rund 140 Schüler sind dort derzeit als Schulreporter unterwegs. Vier Wochen lang lesen sie nun täglich die MAZ. Jeder Schulreporter bekommt sein eigenes Exemplar, das er ausgiebig durchblättern und lesen kann.

„Ein wirklich tolles Projekt“, findet Arwen. Stolz präsentierte sie der Reporterin ihr Lesetagebuch. „Wir schreiben jeden Tag auf, welcher Artikel uns am besten gefallen hat und warum. Ich habe auch schon einige von Ihnen gesammelt“, verriet Arwen. Sie selbst lese sehr gern Zeitung. Dem stimmen auch die anderen zu. Später selbst Journalist werden, das wollen aber die wenigsten. Zu stressig, ständig unterwegs, unter Druck schreiben – „das wäre nichts für mich“, sagt Franziska. Alina kann dem Beruf aber auch etwas Gutes abgewinnen: „Es wäre zwar nicht meine erste Wahl, aber ich glaube, es könnte recht spannend sein.“ In einer Sache sind sich aber alle einig: Der Besuch war eine interessante Abwechslung zum üblichen Unterricht. Und Franziska stellte fest: „Journalisten können ruhig öfter zu uns kommen.“

Nach 90 Minuten waren alle Fragen beantwortet und auch Lehrerin Ute Arndt äußerte sich zufrieden. Das Projekt trage dazu bei, dass ihre Schüler aufgeschlossen und ernsthaft auch politische Themen aufgreifen und weiterentwickeln. „Für mich ist es von Bedeutung, Kinder für die kleinen und großen Dinge in der Welt und im unmittelbaren Lebensumfeld zu interessieren. Die MAZ gibt uns mit diesem Projekt die einmalige Gelegenheit, täglich auf einer gemeinsamen Gesprächsgrundlage zu diskutieren und Meinungen zu bilden“, erklärt die Lehrerin und fügte noch hinzu: „Übrigens: Die Eltern warten täglich, dass ihr Kind die MAZ mitbringt.“

Von Christin Schmidt

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