Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Schulreporter nehmen Amazon unter die Lupe

Schüler besuchen Online-Riesen in Brieselang Schulreporter nehmen Amazon unter die Lupe

Bei Amazon in Brieselang (Havelland) verlassen jeden Tag unzählige Pakete das Lager. Und die Waren sind auf ziemlich chaotische Art und Weise in dem Lager einsortiert. Brieselanger Schüler konnten sich nun bei Amazon umschauen und kehrten ziemlich beeindruckt wieder zurück.

Voriger Artikel
Die Gummibärchen sollen Sina verführen
Nächster Artikel
Schulen ganz oben auf der Prioritätenliste

Die chaotische Lagerhaltung des Online-Riesen faszinierte die Schulreporter besonders.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. In Sekundenschnelle schießt das Klebeband aus der Maschine und lässt Christina zusammenzucken. Doch einschüchtern lässt sich die Zwölfjährige nicht und klebt das exakt 45 Zentimeter lange Band gekonnt auf den kleinen Pappkarton. „Das erste Mal habe ich mich auch erschrocken“, gibt Robert Olschner zu, der seit über zwei Jahren im Brieselanger Amazon-Logistikzentrum arbeitet und die Hennigsdorfer Biber-Grundschüler im Rahmen des MAZ-Schulreporter-Projektes durch den rund 65.000 Quadratmeter großen Standort begleitete. „Der Computer hat alle Bestellungen aufgelistet, die von unseren Mitarbeitern im Lager „gepickt“, also gesammelt, werden. Dann bringen sie die einzelnen Artikel hierher zur Packstation“, erläutert Olschner.

Voll verpackt

Voll verpackt.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Jeder Bestellung wird vom System automatisch die richtige Paketgröße zugewiesen, egal ob es nun drei CD’s, ein Fußball oder eine Brotbox für Kinder ist. Dann geht das Paket auf seine Reise. „Wir verschicken unsere Waren in die ganze Welt, denn nicht alle Standorte haben auch alle Artikel vorrätig. Hier in Brieselang haben wir nur kleinere – ich glaube eine Kaffeemaschine ist der größte Artikel, den wir derzeit verschicken.“

Chaotische Lagerhaltung

Mit großen Augen und offenen Mündern durchqueren die Schüler in insgesamt fünf Lagerhallen Regalreihe um Regalreihe und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor allem die chaotische Lagerhaltung des Online-Händlers scheint die Klasse zu beeindrucken. „Game of Thrones“-DVD’s, Glühlampen und Hirschtalgcreme stapeln sich Seite an Seite in kleinen Fächern. „Wie blickt man denn da noch durch“, fragen sich die Kinder. „Das ist ganz einfach. Jeder Artikel hat seinen eigenen Barcode, der beim „stowen“, also einlagern, einem Fach zugeordnet wird – so finden wir ihn dann im System wieder“, erklärt Robert Olschner. „Problematisch wird es nur, wenn ein Artikel versehentlich im falschen Fach landet – der ist dann für da System quasi unauffindbar.“

Jeder Artikel hat seinen eigenen Barcode

Jeder Artikel hat seinen eigenen Barcode.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Doch bevor die Artikel in den Regalen landen, müssen sie registriert werden. „Erst dann tauchen sie auf der Amazon-Webseite auf und können bestellt werden“, erklärt Olschner. Das dürfen die Grundschüler dann auch gleich ausprobieren. Hochkonzentriert werden Barcodes verglichen und die Anzahl der schwarzen Mehrfachsteckdosen fein säuberlich in den Computer eingetragen. „Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die Sachen, die man sich im Internet mit nur einem Klick bestellt, zu uns nach Hause kommen. Ich habe schon oft mit meiner Mutter etwas bei Amazon gekauft, zuletzt mein neues Smartphone“, so die zwölf Jahre alte Joleen.

E-Reader sind Verkaufsschlager

In den insgesamt fünf Hallen des Brieselanger Logistikzentrums lagern rund 600.000 verschiedene Artikel. „Euer Schulsportplatz in Hennigsdorf würde ungefähr 54 Mal in unseren Brieselanger Standort passen. Insgesamt fassen unsere Lager knapp zweieinhalb bis drei Millionen Artikel“, so Olschner. Das Sortiment eines Supermarktes umfasst vergleichsweise wenig, nämlich nur rund 4000 Artikel.

Große Augen beim Durchlaufe der Regalreihen

Große Augen beim Durchlaufe der Regalreihen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

„Derzeit arbeiten rund 500 Mitarbeiter hier in Brieselang. Während der Weihnachtszeit verdoppelt sich diese Zahl“, sagt Olschner. „Verkaufsschlager waren im letzten Jahr übrigens E-Reader.“ Mit 20 dieser elektronischen Bücher wurden die Schulreporter zum Abschluss ihres Besuches überrascht und waren vor Freude zum ersten Mal an diesem Tag sprachlos.

Von Laura Sander

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg