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Schulweg mit Hindernissen in Falkensee

Schüler fahren und gehen im Falkenkorso über eine Baustelle Schulweg mit Hindernissen in Falkensee

Der Falkenkorso in Falkensee ist derzeit nicht ganz freiwillig ein scheinbar beliebter Fahrrad-Parcours bei Schülern. Die Stadt hat aus Kostengründen auf die Beschilderung eines separaten Schulwegs verzichtet. Nun schlagen Eltern und Lehrer Alarm, denn die Straßenbaustelle ist nicht ganz ungefährlich.

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Schulwegabsicherung sieht anders aus. Eltern schlagen in Falkensee inzwischen Alarm.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Der junge Mann fährt mit seinem Rad ein Stück Weg, dann setzt er zum Sprung an, überwindet einen Höhenunterschied von 30 Zentimeter und einen kleinen Graben; kaum gelandet reißt er den Lenker nach links, dann scharf nach rechts; weiter geht es über Schotter und durch Sand. Hier ist kein Mountainbiker unterwegs, hier befindet sich ein Falkenseer auf dem Schulweg. Damit der Parcours auch richtig spannend wird, schlängelt er sich noch an Baufahrzeugen vorbei.

So die Realität im Falkenkorso, einem beliebten Weg für Mädchen und Jungen, die zur Kästner-Grundschule oder zum Meitner-Gymnasium wollen. Seit Anfang des Monats wird hier die Straße gebaut. Nun haben Eltern Alarm geschlagen.

Eltern und Lehrer schlagen Alarm

"Das ist ein Skandal, das hat nichts mit Schulwegsicherung zu tun", wettert Petra Müller, Leiterin der Kantschule und selbst Mutter. Sie wohnt in der Nähe und kennt den Geh- oder Radelweg der Schüler genau. In der Verwaltung hat sie nachgefragt. "Mit Blick auf die Kosten für die Anwohner hat man darauf verzichtet, in Etappen zu bauen oder einen Weg links oder rechts zu lassen", hat sie dort zu hören bekommen. "Es ist ein Skandal, dass der Straßenbau überhaupt so geplant wurde", sagt sie.

Dass die Straße, obwohl Sackgasse, keine beschauliche Straße nur für 14 Anwohner ist, das hatten die Verkehrszählungen im Vorfeld des Straßenbaus bewiesen. Für den jetzt in Angriff genommenen Abschnitt zwischen Hansastraße und Nauener Straße waren pro Tag weit mehr als 200 Fahrzeuge gezählt worden, ein Großteil davon Fahrrad fahrende Schüler. Die suchen sich in diesen Tagen ihren Weg durch den Sand oder durch die Nachbarstraßen.

Stadt verzichtet auf Ausschildern einer Alternative

Letzteres sollen sie auch, meint Falkensees Baudezernent Thomas Zylla (CDU). Nach den Protesten hat er noch einmal veranlasst, die Schilderlage deutlicher zu machen. Bei der Straße ist die Einfahrt gesperrt, eine Umleitung ist ausgewiesen. "Während der Bauphase haben wir einen separaten Schulweg im Falkenkorso nicht ausgeschildert", bestätigte er, das würde die Baumaßnahme verteuern und auch die Sicherheit an den Grundstücksausfahrten verringern. Die Eltern der Kinder werden von der Stadt ausdrücklich gebeten, ihre Kinder auf das Befahr- und Begehverbot der Baustelle hinzuweisen. Bis September wird voraussichtlich in diesem Abschnitt des Falkenkorsos gebaut. Die aufgestellten Schilder haben zumindest bewirkt, dass gestern etwas weniger Schüler ihren gewohnten Schulweg durch den Falkenkorso nahmen.

Von Marlies Schnaibel

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