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Schunkeltag in Falkensees Stadthalle

Volksmusik und gute Laune Schunkeltag in Falkensees Stadthalle

Erstmals war die neu errichtete Falkenseer Stadthalle Schauplatz eines großen Volksmusikfestes. Geladen hatten am Wochenende die Ladiner aus Südtirol – und viele, viele Havelländer kamen. Ihnen wurde nicht nur Musikalisches geboten, sondern auch viel gute Laune und Romantik.

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Die Ladiner bei ihrem gefeierten Auftritt in der neuen Stadthalle..

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Schlagerfreunde aus dem ganzen Havelland hatten am Sonntag einen großen Tag: Die Ladiner aus Südtirol feierten ihr Volksmusik-Fest gemeinsam mit Nicol Stuffer und dem Sängerpärchen Kathrin und Peter. Die neue Falkenseer Stadthalle war fast ausverkauft. Der Ladiner Otto Demetz begleitete seinen Musikerkollegen Joakin Stuffer (Gitarre) mit Keyboard und Akkordeon. Beide strahlten unerschütterlich gute Laune aus, und schon beim Eröffnungstitel „Oh, lala, seid ihr alle da?“ klatschten die Brandenburger enthusiastisch.

Das Stimmungsbarometer stieg schnell in die Höhe. Bei dem getragenen Stück „Beuge Dich vor grauem Haar“ mit dem Reim „Eure Eltern, ehret sie – schiebt sie auf die Seite nie!“ summte das Publikum mit und nickte bedächtig. In der dritten Reihe schunkelte in seliger Verzückung eine Damenriege. Mit diesem Song hatte das Südtiroler Duett 2004 den Grand Prix der Volksmusik gewonnen.

Joakin Stuffer begrüßte die Stammgäste seiner Pension im Grödner Tal. „Wie oft wart ihr schon bei uns?“ Ein Pärchen im Publikum rief zurück: „Achtmal waren wir da! Es war wunderbar.“

Nach diesem Auftakt gaben die Ladiner das Mikrofon weiter an das Duo Kathrin und Peter aus der Oberlausitz. Peters Stimme erinnert entfernt an einen Operettensänger. Bei dem etwas unsortiert klingenden „Ein Tag im Kabrio“ kam dennoch gute Laune auf bei den Fans. Den Superhit der singenden Pensionsbesitzer „Wenn nicht heute, wann denn dann?“ hielten viele Damen mit I-Pad und Smartphone für die Ewigkeit fest. „Superstimmung“ sagte Peter, und Kathrin sekundierte mit dem Wort „Wahnsinn!“

Das Pärchen machte sich romantische Komplimente, erkundigte sich bei zwei Stammgästen: „Ihr habt doch euren Hochzeitstag bei uns im Quirle-Häusl gefeiert? Wie lange seid ihr jetzt verheiratet? 38 Jahre? Wahnsinn!“ Auf der riesigen Bildwand im Hintergrund folgte der Werbeblock für das Gasthaus in Waltersdorf.

Zweiter Auftritt der Ladiner. Sie beglückten die Zuschauer mit Ohrwürmern, wie „Rote Lippen soll man küssen“. Bei „Barcarole in der Nacht – es gibt eine andere, die er liebt“ seufzte ein Herr in der ersten Reihe: „Wunderbar!“ Auch Lieder von Vico Torriani erklangen. Joakin als Moderator des Duetts erzählte von einem Song, den der berühmte Sänger aus der Schweiz in der DDR nicht vortragen durfte: „Gefangen in maurischer Wüste“ handelt nämlich von einem heimwehkranken Fremdenlegionär. Als Nicole Stuffer die Bühne betrat, ging ein Raunen durch den Saal: Mit langen Beinen auf Stöckelschuhen und im Minikleid präsentierte sich das aufgehende Schlagersternchen. Sie sang „Eine Insel namens Freund“ mit erstaunlicher Bühnenpräsenz. Immerhin macht die 19-jährige Tochter des Ladiners Joakin seit ihrem siebten Lebensjahr Musik.

Als Andenken an das Konzert gab es im Foyer der Stadthalle neben CDs auch Südtiroler Speck und Wein aus dem Bozener Land zu kaufen. Die Damen und Herren im Silberhaar nahmen auch dankbar Autogrammkarten der Volksmusiker entgegen. Auch die Prospekte übers Landhotel von Kathrin und Peter fanden zahlreiche Abnehmer.

Von Judith Meisner

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