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Schwedentage: Wurde zu laut geschossen?

Rathenow Schwedentage: Wurde zu laut geschossen?

Rathenower Bürger klagen über Knalltrauma und Hörbeschwerden nach dem Besuch der Schwedentage auf dem Kirchberg. Der Veranstalter betont, sich an alle Vorgaben gehalten zu haben.

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Empfindliche Mitmenschen sollten sich bei den Kanonenschüssen die Ohren zuhalten oder Ohrstöpsel verwenden.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. In den letzten Wochen beschwerten sich einige Besucher der Rathenower Schwedentage über zu lautes Geböller auf dem Fest am Kirchberg und am Alten Hafen. Die Kanonenschüsse seien schlichtweg für die Ohren ungesund gewesen. Eine ältere Dame beklagte, sie habe ein Knalltrauma erlitten und mehrere Wochen kaum hören können. Da der Kassenarzt nach dem Fest Urlaub hatte, musste sie einen Arzt für Privatpatienten aufsuchen und die Behandlungskosten selbst tragen.

Hans-Günter Menzel, Präsident der Rathenower Schützengilde, die die Schwedentage in diesem Jahr zum ersten Mal ausrichtete, zeigte sich angesichts der Beschwerden überrascht. Bei ihm hatte sich bisher noch niemand über die Lautstärke beklagt. Im Gegenteil, es gab nur positive Rückmeldungen, so Menzel.

„Wir hatten uns zudem genau an die Vorgaben gehalten und nur zu den genehmigten Zeit geböllert“, betont der Präsident. Das bestätigte auch Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann. Dass bei den Schwedentagen auch laut geschossen wird, dürfte den Besuchern inzwischen bekannt sein. Wie in den Jahren zuvor hatte der Veranstalter darauf hingewiesen und an die Besucher kostenlos Ohrstöpsel verteilt, so Zietemann.

„2000 Ohrstöpsel hatten wir vorgehalten, rund 500 blieben am Ende übrig. Es waren also genug da“, berichtet Menzel und erinnert daran, dass das Böllern im Rahmen der nachgestellten Schlacht mit den Schweden Tradition ist. „Natürlich ist derjenige, der böllert, dazu verpflichtet, die Zuschauer zu schützen. Deshalb weisen wir darauf hin, dass es laut wird, und ermahnen die Gäste, Abstand zu halten“, versichert der Veranstalter. Er will das Thema intern besprechen und die Anzahl der Kanonen im nächsten Jahr gegebenenfalls auf vier bis fünf beschränken.

Von Christin Schmidt

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