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Seeburger Sportplatz gehört nun der Gemeinde

Dallgow-Döberitz Seeburger Sportplatz gehört nun der Gemeinde

Seit 2003 ringt die Gemeinde Dallgow-Döberitz um die Klärung der Besitzverhältnisse des Seeburger Sportplatzes. Das Gelände gehörte einem Goldplatz-Investor. Nun steht die Gemeinde als Besitzer im Grundbuch und kann schon lange vorliegende Planungen umsetzen.

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Der Seeburger Sportplatz kann jetzt saniert werden.

Quelle: Marlies Schnaibel

Dallgow-Döberitz. „Seit heute stehen wir im Grundbuch.“ Den erlösenden Satz sprach Dallgows Stellvertretender Bürgermeister Peter Kristke am Mittwochabend in der Gemeindevertretersitzung aus. Damit ist die Gemeinde Dallgow-Döberitz als Besitzer des Sportplatzes Seeburg aktenkundig. Die Planungen für den dringend benötigten Umbau des Platzes waren auf Eis gelegt worden, bis die Gemeinde sicher im Grundbuch steht.

Damit geht eine Dauersorge der Gemeinde einem glücklichen Ende entgegen. Über viele Jahre war um den Platz gerungen worden. „Was hat das die Gemeinde gekostet?“, wollten die Abgeordneten wissen. „58 000 Euro“, sagte Kristke, „in 16 Jahren.“ Das ginge ja dann fast noch. So lange haben die Streitigkeiten zwischen Gemeinde und dem Besitzer des Platzes gedauert.

Der Platz am Staakener Weg hat eine fast 60-jährige Geschichte. Hier hatten schon die Fußballer des 1958 gegründeten Traktor Seeburg gespielt. Inzwischen wird er vom Seeburger SV genutzt, der hat 300 Mitglieder. Begonnen hatte hier alles 1999 mit einer Badmintontruppe. Heute stellen die Fußballer den größten Anteil an Mitgliedern. Der Platz hat eine Flutlichtanlage. Aber sonst sind die Zustände ziemlich mies. Der Verein wünscht sich ein ordentliches Vereinshaus mit Umzieh- und Toilettenmöglichkeiten.

Aber Anfang der 90er-Jahre (Seeburg gehörte noch zum Landkreis Potsdam-Mittelmark), als alles im Umbruch lag, hatte die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) die Fläche verkauft. Für den Sportplatz gab es eine Art Nutzungsrecht. Der neue Besitzer der Fläche hatte große Pläne, wollte hier einen Golfplatz und ein Golfhotel errichten. In gigantischen Dimensionen. Der Sportplatz war bei den Verhandlungen wie ein Faustpfand in seiner Hand. Der Investor hatte 2003 zwar mit der Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag abgeschlossen, aber die Verpflichtungen wie den Wegebau nicht erfüllt. Immer wieder stand der Baubeginn für das Golfhotel angeblich kurz bevor, seither warteten die Seeburger Fußballer.

Die Gemeinde wollte schließlich den Platz zurückkaufen, erfüllte immer mehr Bedingungen der Spoercken-Gruppe, Ende 2013 wurde der Platz gekauft, der Vertrag sollte aber erst gültig werden, wenn Baurecht für das Golfhotel vorläge. Verworren wurde die Lage noch einmal Ende 2015, als die Grundstücke mit Golfplatzambitionen durch die Deutsche Grundstücksauktionen AG für 1,54 Millionen Euro versteigert wurden. Der Verkauf kam dann durch die Inanspruchnahme von Rücktrittsrechten nicht zustande. Schließlich musste die Gemeinde bis jetzt auf den Eintrag ins Grundbuch warten.

Von Marlies Schnaibel

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