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Havelland Seeburger haben genug von den Rasern
Lokales Havelland Seeburger haben genug von den Rasern
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00:18 17.03.2017
Mit Tempo 100 durch Seeburg – so mancher Autofahrer nimmt es mit dem Tempolimit ab dem Ortsschild nicht so genau. Quelle: Tanja M. Marotzke
Seeburg

Genug von notdürftig ausgebesserten Schlaglöchern und Autofahrern, die mit Tempo 100 durchs Dorf brettern, haben die Seeburger schon lange. „Der Handlungsbedarf ist unstrittig, die Planung hingegen bislang sehr unbefriedigend“, so auch Hans-Peter Pförtner (Freie Wähler), Vorsitzender des Verkehrsausschusses.

Desolater Zustand

Der Zustand der Landesstraße 20 ist desolat, für die tiefen Schlaglöcher gibt es nur kurzfristige Lösungen. „Die Löcher werden immer wieder aufgefüllt – das hat etwa eine Haltbarkeit von ein bis zwei Tagen. Ein grundhafter Ausbau und eine Lösung für den Kreuzungsbereich müssen her“, sagt Harald Wunderlich (Freie Wähler), Seeburgs Ortsvorsteher. Und die wäre, ginge es nach den Seeburgern, ein Kreisel. So ließe sich das Tempo rausnehmen und die Ortsdurchfahrt beruhigen. „Die L20 muss immer mehr Verkehr aufnehmen und wir haben noch lange nicht das Ende erreicht. Die Leute kommen aus Potsdam, Groß Behnitz, Spandau und Falkensee“, so Pförtner.

Bis zu 10 000 Autos rollen täglich durch den Dallgower Ortsteil – eine erhebliche Belastung für alle Anwohner. Noch schlimmer wird es jedoch, wenn sich Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung halten. „Im Ort wurden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde gemessen. Das liegt unter anderem daran, dass die Tempo-70-Begrenzung kurz vor Seeburg aus beiden Richtungen kommend wieder aufgehoben wird und viele wieder Vollgas geben“, so Harald Wunderlich.

Antrag abgelehnt

Ein Antrag der Gemeinde, das Tempolimit 70 bis zum Seeburger Ortseingang auszuweiten, wurde in der Vergangenheit abgelehnt. „Die Polizei sieht hier keine Gefahr, das Ministerium hat uns eine Absage erteilt“, sagt Peter Kristke, Dallgows stellvertretender Bürgermeister. „Anträge wurden immer und immer wieder geschrieben – die Schiene Verkehrssicherheit führt uns aufs Abstellgleis. Nun versuchen wir über den Lärmschutz die Begrenzung durchzusetzen“, so Wunderlich. Der Antrag läge der Unteren Verkehrsbehörde vor, Gutachter müssten nun die Notwendigkeit feststellen. Wie lange das dauert, könne nicht gesagt werden.

Nur so viel: „Das Landesstraßenbauamt hat bereit 2015 eine Verkehrszählung durchgeführt und ein Lärmschutzgutachten erstellt. Die seien bis heute nicht ausgewertet, wie man mir mitteilte“, so Kristke. Auch eine Verkehrszählung der Gemeinde aus 2016, die der Verkehrsbehörde zur Verfügung gestellt wurde, fand bislang keine Beachtung. „Zusätzlich zur Begrenzung auf Tempo 70 vor dem Ortseingang, wäre Tempo 30 im Ort eine weitere Forderung – zumindest so lange die L20 die starken Schäden aufweist“, so Ortsvorsteher Wunderlich. Und die grundhafte Erneuerung stehe außer Frage.

Unverständnis

Im Dorf wächst indes das Unverständnis für die Verzögerungen und den unbefriedigenden Ist-Zustand. „Spätestens seit der Veröffentlichung des Lärmaktionsplans steht doch fest, welche kurz- und langfristigen Maßnahmen es geben muss. Die Menschen leiden Tag und Nacht und die Behörden trödeln sich aus“, so Manfred Seelke, dessen Autowerkstatt direkt an der Landesstraße liegt. „Warum ist die L20 überall top ausgebaut, nur in Seeburg bewegt sich nichts?“, fragt sich Seelke.

Von Laura Sander

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