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Segler-Club feiert Steg-Einweihung mit Regatta

Semlin Segler-Club feiert Steg-Einweihung mit Regatta

Der Rathenower Segler-Club nahm am Samstag seine neue Steganlage offiziell in Betrieb. Die größte Investition in der fast 100-jährigen Vereinsgeschichte konnte Dank finanzieller Unterstützung von Land und EU gestemmt werden. Zur Feier des Tages veranstaltete der Club eine Regatta auf dem Hohennauener See. Zudem gab es für ein Vereinsmitglied die Goldene Ehrennadel.

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Der neue Vorstand des Rathenower Segler-Clubs feierte am Samstag mit zahlreichen Gästen die Einweihung der Steganlage.

Quelle: Uwe Hoffmann

Semlin. Mit einer Regatta auf dem Hohennauener See von Semlin nach Wassersuppe und Tegeland nahmen die Vereinsmitglieder des Rathenower Segler-Clubs (RSC) ihre neu errichtete Schwimmbeton-Steganlage am Samstag offiziell in Betrieb. An der Regatta über etwa fünf Kilometer beteiligten sich auch Sportfreunde des Rathenower Wassersportvereins Segeln 1922, die ihr Vereinsgelände direkt neben dem des Segler-Clubs haben, sowie des Rathenower Segelsportvereins 1952. Das erste Drittel der Teilnehmer erhielt eine Urkunde. Die ersten drei Plätze gingen an Mitglieder des gastgebenden Vereins. Steuermann Stephan Dunke holte sich mit seinen zwei Vorschotern, Katrin Antl und Gregor Kersten, den ersten Platz.

„Wegen des starken Windes haben wir die angemeldeten Kinder des Vereins nicht an der Regatta teilnehmen lassen“, erklärte Andreas Niemann, der seinen Vater Peter Niemann bei den Vorstandswahlen im Mai als Vorsitzenden des RSC ablöste. „Als einzige teilnehmen wollte unbedingt Nele Falke. In ihrem „Optimist“ holte sie den zehnten Platz in der Gesamtwertung und wurde neben den sieben Platzierten mit einer Extra-Urkunde ausgezeichnet. Die 13-Jährige trat vor zwei Jahren in den RSC ein.

Der Neubau gelang mit Unterstützung der EU und des Landes

„Schon in den Jahren zuvor habe ich an den jährlichen Segelcamps teilgenommen. Mit acht Jahren habe ich das Segeln erlernt“, erzählte die junge Seglerin. „Mein Opa, mein Bruder und auch meine drei Onkel sind Mitglieder im benachbarten Wassersportverein Segeln 1922. Aber in den letzten Jahren gab es dort keine eigene Jugendausbildung“, so Nele Falke

Bereits Anfang der 1980er Jahre wies die 1962 aus Betonelementen neu errichtete Steganlage durch wiederholten starken Eisgang auf dem See Schäden auf, so dass sich in den letzten Jahren eigens eine Stegkommission im Verein bildete, die nach Lösungen suchte. „Aus eigener Kraft war ein Neubau nicht zu stemmen“, erklärte Andreas Niemann in seiner Ansprache.

„Mit der Zusage für EU- und Landesfördermittel und der Übergabe des Bescheides durch Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger Ende Oktober letzten Jahres konnte die bisher mit Abstand größte Investition der Vereinsgeschichte seit 1924 realisiert werden. Ende Oktober wurde innerhalb von zwei Wochen die alte Steganlage abgerissen. Von Ende März bis Ende April erfolgte der Neubau durch Schwimmbetonelemente in der bisherigen Struktur. Das beauftragte Rathenower Ingenieurbüro Arndt plante den Neubau der Steganlage.

Mit einer Regatta auf dem Hohennauener See wurde die Steg-Einweihung gefeiert

Mit einer Regatta auf dem Hohennauener See wurde die Steg-Einweihung gefeiert.

Quelle: Uwe Hofmann

Der vorhandene Mittelsteg wurde auf einer Länge von 15 Metern aus Stahl neu errichtet. Acht Meter wurden aus Aluminium gefertigt. Wie bei der Vorgängeranlage gehen rechts und links Seitenstege ab. Diese Stahlbetonschwimmstege sind seitwärts 20 beziehungsweise 50 Meter lang. Am Ende des 18 Meter langen Vorderteils des Mittelstegs wurden Serviceeinrichtungen für Strom- und Wasserversorgung und zum Duschen integriert.

„Dass der Verein den Eigenanteil von rund 65 000 Euro aus Vereinsbeträgen, Gebühren und Spenden stemmen konnte, ist auch der Verdienst unseres langjährigen Mitglieds und Schatzmeisters Jörg Heise“, so Andreas Niemann. Während seiner Zeit wurde bereits 2010 der Neubau des Vereinsheims erfolgreich umgesetzt. Auf Vorschlag des Vereins zeichnete Jürgen Walles, Fahrtenobmann des Verband Brandenburgischer Segler, Jörg Heise, seit 1975 RSC-Mitglied, mit der Goldenen Ehrennadel des Landesverbandes aus.

Nach der Regatta und dem offiziellen Teil klang das Fest am Abend mit einem Tanz im Bootshaus aus.

Von Uwe Hoffmann

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