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Seit 20 Jahren eine runde Sache

Bewohner feierten im Falkenseer Wohnpark „Rotunde“ Seit 20 Jahren eine runde Sache

Rund 70 Bewohner der Rotunde haben sich am Freitag anlässlich des 20. Jubiläums des Wohnparks versammelt, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.

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Das Ketziner Blasorchester sorgte für Stimmung.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Die Herbstsonne scheint hell in den Innenhof der Rotunde an der Spandauer Straße. Zwischen Stehbiertisch und Pavillon vermischen sich heitere Gespräche, ein „Hallo“ hier ein „Guten Tag“ da – man kennt sich. Immer wieder öffnen sich Fenster, Köpfe werden herausgestreckt – man will ja nicht der Erste sein. Die Ketziner Blaskapelle bereitet sich auf ihren Auftritt vor. Notenständer werden verrückt, Posaunen geputzt.

Rund 70 Bewohner der Rotunde hatten sich am Freitag anlässlich des 20. Jubiläums des Wohnparks versammelt, um bei Kaffee, Bratwurst und Eis gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und neue Mieter kennenzulernen. „Es ist fast wie früher, als es immer mal wieder Konzerte im Innenhof gab. Das war herrlich.“ Irmtraud Teichmann ist Bewohnerin der ersten Stunde und fühlt sich inmitten ihrer Nachbarn sichtlich wohl. „Das Zusammenleben ist einfach wunderbar. Man achtet aufeinander und hilft sich gegenseitig, wenn Not am Mann ist.“ Die 75-Jährige konnte vor 20 Jahren gerade noch eine der letzten freien Wohnungen ergattern und ist noch heute froh darüber.

„Nach der Fertigstellung des Wohnparks war tatsächlich jede Wohnung vermietet, 2000 hatten wir dann einen Leerstand von etwa 20 Prozent. Seit fünf Jahren können wir aber eine kontinuierliche Vollvermietung verzeichnen“, so Peter Weiß von der Kithan Grundstücks- und Handels GmbH, der sein Büro direkt im Erdgeschoss der Rotunde hat. „Dass unser Vermieter als direkter Ansprechpartner ständig vor Ort ist, erspart mir eine Menge Zeit und viel Rennerei“, so die 75-jährige Irmtraud Teichmann.

„Als im Frühling 1995 die ersten Leute in die Rotunde einzogen, gab es hier 150 Wohnungen und neun Gewerbeflächen. Die Restaurants und das Fitness-Studio, die sich hier ansiedelten, konnten sich jedoch nicht halten“, so Weiß. 2009 und 2013 wurden deshalb weitere 16 Wohnungen im Erdgeschoss geschaffen. „Vor allem für Menschen im Rollstuhl oder ältere Bewohner, die keine Treppen mehr laufen können oder wollen, ist das natürlich toll. Einige Nachbarn konnten so hier wohnen bleiben“, erzählt Irmtraud Teichmann.

Treppen sind für den 36-jährigen Marcus Stemmle kein Problem. Mit 16 Jahren zog er gemeinsam mit seinen Eltern in den Wohnpark. Mittlerweile ist er zwar ausgezogen, weit gekommen ist er jedoch nicht – und das aus Überzeugung. „Ich bin jetzt schon das dritte Mal innerhalb der Rotunde umgezogen. Ich mag es hier und meine Eltern sind ganz in der Nähe, falls mal etwas sein sollte.“

Im Zusammenhang mit dem Wohlfühlfaktor im Wohnpark fiel auch immer wieder der Name Jette Anderson. Die 58-Jährige ist seit 17 Jahren für die Betreuung der Mieter, kleinere Reparaturen und den gesamten Gartenbereich zuständig. „Die Bewohner können mich jederzeit auf dem Handy erreichen. Ich wohne in unmittelbarer Nähe zur Rotunde und helfe, wo ich kann.“ Und das schätzen die meist älteren Mieter.

Von Laura Sander

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