Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Ein Paradies für Selbstpflücker

Viele Obstbauern in der Region öffnen ihre Felder Ein Paradies für Selbstpflücker

Süßkirschen stehen in voller Blüte und das Pflücken der schmackhaften Früchte versetzt jedes Leckermäulchen in sommerliche Stimmung. Wer keinen Kirschbaum im eigenen Garten hat, muss auf diese Erfahrung trotzdem nicht verzichten. Immer mehr Obstbauern im Havelland und Oberhavel öffnen ihre Anbauflächen für Selbstpflücker.

Voriger Artikel
Inklusion am Lagerfeuer
Nächster Artikel
Technischer Defekt nicht ausgeschlossen

Hans Buthenhoff (73) aus Henningsdorf und Karl Heinz Schmidt (82) aus Berlin Heiligensee pflücken jedes Jahr etwa fünf Kilo Kirschen.
 

Quelle: Tanja. M. Marotzke

Havelland/Oberhavel.  Kirschkernweitspucken – der derzeit wohl beliebteste Sport in der Region. Die Süßkirschen stehen in voller Blüte und das Pflücken der schmackhaften Früchte versetzt jedes Leckermäulchen in eine sommerliche Stimmung. Auch wer keinen Kirschbaum in seinem Garten hat, muss auf diese Erfahrung nicht verzichten. Immer mehr Obstbauern öffnen ihre Anbauflächen für Selbstpflücker.

Sylvia Lienert bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Mann Sylvio eine rund 17 Hektar große Anbaufläche zwischen Priort und Karpzow.„Die Leute finden es toll ihr Obst selber zu pflücken. Vor allem Familien kommen auf unsere Plantagen, aber auch viele ältere Leute“, so Sylvia Lienert. „Im Moment gibt es bei uns ausschließlich Süßkirschen. Die sind in diesem Jahr besonders groß und lecker.“ Heftige Regenschauer, die die Kirschen zerstören könnten, sind bislang ausgeblieben. Drei Euro kostet das Kilo für Selbstpflücker. „Bald geht es dann mit den Sauerkirschen los. Äpfel, Birnen, Pflaumen und Pfirsiche müssen noch etwas reifen“, so Sylvia Lienert.

Karin Hamann (72) aus Elstal kommt jedes Jahr auf die Plantage der Familie Lienert

Karin Hamann (72) aus Elstal kommt jedes Jahr auf die Plantage der Familie Lienert.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Was für den Betrieb der Familie Lienert gerade erst beginnt, hat das Spargelland Hoppenrade bereits hinter sich. Die Spargelsaison endet hier offiziell am 28. Juni. Barbara Rathfelder, die den Hof gemeinsam mit ihrem Mann betreibt zieht Bilanz. „Wir haben weniger Spargel geerntet, als im vergangenen Jahr und auch unser Hofrestrestaurant war nicht ganz so gut besucht. Vor allem an den Feiertagen war das Wetter einfach zu schlecht.“ Alles in allem sei sie aber zufrieden. Das Ende der Saison bedeutet jedoch nicht, dass auch die Arbeit aufhört. In den kommenden Monaten müssen die Spargelfelder gepflegt, bewässert und von Schädlingen befreit werden.

Das weiß auch Katrin Kruse vom Hofladen Falkensee. Sie baut neben Himbeeren, Kulturheidelbeeren und Erdbeeren auch grünen Spargel an, der von Kunden des Hofladens besonders gerne gekauft wurde. Und auch Selbstpflücker kommen hier auf ihre Kosten. Je nach Wetterlage können noch einige Tage Erdbeeren gepflückt werden. „Es wird wirklich gut angenommen. Das Publikum ist ganz bunt gemischt“, so Katrin Kruse. Einige Kunden nehmen täglich eine kleine Schale mit, andere kommen einmal in der Woche und gehen mit größeren Mengen nach Hause. „Am Wochenende sind die Felder gut besucht, aber auch in der Woche kommen viele Leute nach der Arbeit zu uns und gehen aufs Feld.“

Ernte selbst!

Beim Landwirtschaftsbetrieb S. Lienert in Priort können derzeit täglich von 10 bis 18 Uhr Süßkirschen, später auch Sauerkirschen, Birnen, Äpfel, Pflaumen und Pfirsiche gepflückt werden. Die Adresse: Chausseestraße 20 in 14641 Wustermark. Tel: (0160) 97 77 32 35

 Auf dem Apfelhof Wähnert im Löwenberger Land in Oberhavel kann man das Obst zwar nicht selber pflücken, hat aber auch hier eine große Auswahl an regionalen Produkten. „Unsere Apfelbäume sind einfach zu hoch. Das wäre eine gefährliche Angelegenheit für alle Selbstpflücker“, so Betreiberin Susann Wähnert.Neben den hofeigenen Produkten, also Äpfeln, verschiedenstem Gemüse oder Eiern, gibt es in dem kleinen Hofladen, alles was das Herz begehrt und gerade Saison hat. Bis zur Apfelernte dauert es zwar noch eine Weile, es steht jedoch bereits jetzt fest, dass die Ernte wohl nicht so ertragreich ausfallen wird, wie in den vergangenen Jahren. „Das Wetter war bisher ja eher bescheiden. Einige der alten Apfelbäume haben nicht einmal geblüht“, so Wähnert.

Von Laura Sander

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg