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Selbstbewusste Zeitungsleser

MAZ-Schulreporter Selbstbewusste Zeitungsleser

Die Schüler der Inge-Sielmann-Grundschule sind nicht nur äußerst wissbegierig, sie sind auch sehr kritisch. Das wurde im Gespräch mit einem Redakteur der MAZ deutlich. Unumwunden stellten sie die Frage, warum Kanzelin Merkel so häufig karikiert wird.

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Begeisterte Zeitungsleser: Die Schüler der sechsten Klasse der Inge-Sielmann-Grundschule in Milow.

Quelle: Ch. Schmidt

Milow. Mehr als 400 Schüler aus dem Westhavelland haben in den vergangenen vier Wochen den Schultag mit Zeitungslektüre begonnen. Ein Teilnehmerrekord für das Schulreporterprojekt der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Auch die Inge-Sielmann-Grundschule in Milow war mit von der Partie. Annette Kolrep hatte ihre Klasse für das Projekt angemeldet und damit voll den Nerv der 19 Schüler getroffen. Ob Wirtschafts-, Lokal- oder Sportteil, Polizeibericht oder Leitartikel – jeder Schüler fand spannende Geschichten im Blatt.

Auch die Kinderseite kam bei den jungen Lesern gut an. Die sei nämlich gar nicht so kindisch wie sie dachten. Im Gegenteil, die Artikel waren sehr informativ, bemerkte Alexander. „Besonders die Berichte über die Ereignisse in Paris haben alle mit Interesse verfolgt. Das hat die Schüler sehr berührt und dank der ausführlichen Berichterstattung konnten wir die Hintergründe auch viel besser verstehen. Wir haben die Texte gemeinsam gelesen, die Bilder angeschaut und darüber gesprochen“, erzählte die Klassenlehrerin.

Obwohl die vier Mädchen und 15 Jungen in den letzten vier Wochen ausgiebig die MAZ gelesen, selbst eine Meldung verfasst und die verschiedenen Elemente einer Tageszeitung studiert hatten, war ihr Wissendurst noch nicht gestillt. Also luden sie sich kurzerhand einen MAZ-Reporter nach Milow ein. Nicht Lehrerin Annette Kolrep hatte den Termin ausgemacht, sondern die Schüler selbst. Der 12-Jährige Philipp hatte selbstbewusst zum Telefon gegriffen und die Lokalredaktion in Rathenow angerufen: „Wir möchten Sie gern zu uns einladen, um mehr über die Arbeit bei der Zeitung zu erfahren.“

Tatsächlich waren die Mädchen und Jungen für den Termin im Klassenzimmer bestens vorbereitet. Nachdem sie ausführlich berichtet hatten, was sie in den letzten Wochen übers Zeitung machen gelernt hatten und stolz ihre Lesetagebücher präsentierten, holten sie gleich einen ganzen Katalog an Fragen hervor: Welche Berufe gibt es bei der Zeitung? Wie sieht der Alltag eines Redakteurs aus? Was kostet die Herstellung einer Zeitung und warum wird Frau Merkel so häufig karikiert? Die komisch überzeichneten Darstellungen der Kanzlerin stießen bei den Kindern auf Kritik. Sie finden die Bilder zum Teil zu gemein, schließlich habe Frau Merkel einen schwierigen Job.

Die Milower Grundschüler sind eben nicht nur sehr aufgeweckt und wissbegierig, sie sind auch sehr kritische Leser. Vier Wochen Zeitungslektüre hat bei ihnen Lust auf mehr geweckt. Fast alle wollen auch künftig die MAZ lesen. Am Freitag bekamen sie die Tageszeitung ihrer Heimat aber vorerst zum letzten Mal in die Schule geliefert. Das gilt auch für die anderen 19 Schulklassen aus dem Westhavelland, die am MAZ-Schulreporter Projekt teilnahmen. Das Zeitunglesen, da sind sich die Schüler der Inge-Sielmann-Grundschule einig, habe auf jeden Fall Abwechslung in den Schulalltag gebracht. Der nächsten sechsten Klasse würden sie dieses Projekt ausdrücklich weiterempfehlen. Das unterstützt auch Annette Kolrep.

Von Christin Schmidt

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