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Semliner Sommerfest mit Neptuntaufe

Traditionsveranstaltung lockte hunderte Besucher an Semliner Sommerfest mit Neptuntaufe

Das Semliner Sommerfest hat am Samstag die Besucher ans Seeufer gelockt. Traditionell entstieg der Meeresgott Neptun den Wellen, um Gäste der ebenso beliebten wie gefürchteten Seetaufe zuzuführen.

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Zu Fuß watete Neptun aus dem See zum Sommerfest am Ufer.

Quelle: N. Stein

Semlin. Blitz, Donner und Regen holten am frühen Samstagmorgen viele Havelländer aus dem Schlaf. Von dem Gewitter wach wurde auch Alfred Mantau in Semlin. Nicht schon wieder, sei sein erster Gedanke gewesen, erzählt der Ortsvorsteher am Nachmittag beim Sommerfest am Seeufer. Schon zweimal ließen in jüngster Vergangenheit Unwetter das Semliner Sommerfest ins Wasser fallen, beide mal musste die Fete abgesagt werden. Am Samstag blieb es beim morgendlichen Gewitterschrecken. Als Störenfried beim Sommerfest erwiesen sich jedoch immer wieder aufkommende Windböen.

Perfekter Auftakt durch den 3-Seen-Lauf

„Wir hatten mit rund 800 Teilnehmern am Drei-Seen-Lauf am Vormittag einen guten Auftakt“, zeigte sich am Nachmittag der Ortsvorsteher und zugleich Cheforganisator des Sommerfest dennoch froh gelaunt, obwohl vom See her ein starkes Lüftchen blies. Auch Neptuns Ruderleute hatten damit zu kämpfen.

Antje Hübler (li) lässt sich von den „Spinneweben“ ihr altes Spinnrad erklären

Antje Hübler (li.) lässt sich von den „Spinneweben“ ihr altes Spinnrad erklären.

Quelle: N. Stein

Der Wind bereitete ihnen Schwierigkeiten, den Herrscher der Meere mit seinen Nixen und Gefolge im Boot ans Ufer zu bringen. Neptun löste das Problem auf seine Weise. Er stieg aus dem Boot und watete die letzten Meter auf Füßen durch das Wasser ans Ufer, wo er schon von vielen Besuchern erwartet wurde. Sein Gefolge kam mit dem Boot nach. Neptun sorgte für Stimmung. Dafür ließ er erst einmal seine Häscher ausschwärmen. Fünf Besucher fingen die Häscher ein und brachten sie ans Ufer, wo sie von Neptun getauft wurden. Vorher wurden die Täuflinge von seinem Barbier eingeseift und rasiert. Anschließend bekamen sie einen Trunk verabreicht, für den Neptun extra drei Quallen hatte auspressen lassen. Nach bestandenen Mutproben überreichte er den Täuflingen ihre Namensurkunden, darunter Jean-Luc Meier , den er „Wasserfloh“ taufte.

Modellbauer Helmut Wernicke (re) plaudert mit Torsten Dobberkau über sein Modellflugzeug JU 52/3 M

Modellbauer Helmut Wernicke (re.) plaudert mit Torsten Dobberkau über sein Modellflugzeug JU 52/3 M.

Quelle: N. Stein

Neptun hatte seine Aufgabe erfüllt und ließ sich wieder hinaus auf den See rudern. Am Ufer schlenderten die Besucher auf einer Festmeile zu Aktionsständen und genossen Sommerfestatmosphäre mit allem, was dazu gehört. Unweit des Sees wohnt Antje Hübner. Zum Sommerfest mitgebracht hatte sie ein zufällig bei Aufräumarbeiten auf dem Hausboden gefundenes altes Spinnrad. Von den Rathenower Spinnweben ließ sie sich erklären, wie man damit Wolle spinnt. Modellbauer Helmut Wernicke aus Rathenow zeigte Kinder und Erwachsenen das von ihm angefertigte Flugzeugmodell JU 52/3M mit 3,80 Meter Flügelspannweite und 8PS Motor.

Interessiert hörte auch Torsten Dobberkau zu, um anschließend selbst das Steuerpult zu bedienen und so die Propeller des Flugzeuges in Gang zu setzen. Der Altmärker Dodderkau schwelgte einen Augenblick in Erinnerung an ein Flugzugfest, bei dem er in einer JU 52/3M einstieg zu einem Rundflug. Bei einer Ausstellung mit gestempelten Ziegeln aus zehn Orten verführte Heike Brett die Besucher in die havelländische Ziegeleigeschichte. Einwohner aus Semlin kamen an Martin Keune nicht vorbei. Er fotografierte sie alle für ein Semliner Buch. Nebenan präsentierte Eugen Gliege seine Bücher „Sagen aus dem Havelland“. Kaninchenschau, Bullenschätzen, Kegeln, Showtanz, Musik und vieles mehr sorgten weiter für Abwechslung beim Semliner Sommerfest. Gelungener Auftakt dafür war am Freitagabend ein Konzert mit dem Pianisten Ernie Schmiedel und dem Sänger Wayne Martin in der Dorfkirche vor 130 Zuhörern.

Von Norbert Stein

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