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Havelland Senioren-WG mit Rundum-Begleitung
Lokales Havelland Senioren-WG mit Rundum-Begleitung
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19:44 10.08.2016
Endspurt für die Friesacker Senioren-WG (v.l.): Irving Börner, Andrea Kotsch, Ulf Siemenowski und Kerstin Protz. Quelle: Andreas Kaatz
Friesack

Im Moment haben die Bauarbeiter noch kräftig zu tun. Auch wenn das Haus in der Wasserstraße von Außen schon recht passabel aussieht, so bleibt im Inneren noch viel Arbeit. Unter anderem müssen Fußbodenbeläge aufgebracht und Türen eingesetzt werden. In den Bädern fehlen noch Toiletten, Waschbecken und Badewannen. Auch die Küche im Gemeinschaftsraum ist noch einzubauen. Am 15. September sollen die ersten Mieter einziehen.

In dem Flachbau richtet die Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Unterstützungsbedarf ein. Wer Interesse hat, sich über das Haus und sein Konzept zu informieren, kann dies am 12. August tun. „Das ist die letzte Möglichkeit, bevor die Räume bezogen sind“, lädt Pflegeleiterin Andrea Kotsch ein, von dem Angebot Gebrauch zu machen. Alle zehn Zimmer seien vermietet. Am Freitag wird ein Teilbereich des Hauses zur Besichtigung hergerichtet sein.

Ursprünglich sollte es eine WG für Demenzkranke werden. „Wir haben aber festgestellt, dass der Bedarf derzeit nicht ganz so gegeben ist, so dass es keine reine Demenz-WG wird, sondern eine für Menschen, die Unterstützung benötigen“, sagt Ulf Siemenowski, Leiter der Tagespflege und der Fachstelle Demenz. Unter den Bewohnern werden deshalb beispielsweise auch Leute sein, die körperlich beeinträchtigt sind.

Die künftigen Bewohner kommen vor allem aus Friesack und Orten aus der näheren Umgebung. „Die Menschen in der WG können somit in ihren gewohnten Strukturen weiterleben. Es soll ein sehr selbstbestimmtes und gleichzeitig unterstütztes Wohnen sein“, sagt Siemenowski. Rund um die Uhr wird es eine Begleitung geben. Ein Pflegeteam ist mit im Boot, ebenso wie Kerstin Protz, die tagsüber als so genannte Präsenzkraft agiert. Sie ist Begleiterin und koordiniert den Alltag, hat vor allem eine Vermittlungsaufgabe. „Sie ist praktisch der verlängerte Arm der Angehörigen, organisiert alles in deren Interesse“, sagt Andrea Kotsch.

Kerstin Protz freut sich auf ihre neue Aufgabe. „Ich brauche immer eine neue Herausforderung, arbeite gern mit älteren Menschen zusammen“, sagt sie. Die 30-Jährige lebt in Friesack. Nach einem Studium der Germanistik absolvierte sie eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehelferin, bevor sie in Nauen in der geschlossenen Psychiatrie gearbeitet hat. „Derzeit bin ich dabei, Hausbesuche zu machen und schaue mir an, wie die künftigen Bewohner leben“, sagt sie. Sie spricht mit den Angehörigen über den Alltagsablauf und was zu beachten ist. Ganz wichtig ist es bei den Demenzkranken, über deren Gewohnheiten Bescheid zu wissen. Thema der Gespräche ist aber auch, welche Möbel und Geräte die Bewohner in ihr neues Domizil mitnehmen können.

Ohnehin sollen die Angehörigen nach dem Motto „geteilte Verantwortung“ in den Alltag mit einbezogen werden und mit ihren Eltern oder Großeltern auch mal ein Eis essen gehen oder aber direkt in der WG beispielsweise mit Bewohnern gemeinsam kochen und backen.

Das Gemeinschaftswerk setzt das Projekt gemeinsam mit dem Baubautrieb von Irving Börner um. Es ist nicht die erste Kooperation. Wie Börner sagte, habe er in den vergangenen fünf Jahren schon mehrere Bauten für Pflege oder altersgerechtes Wohnen errichtet.

Von Andreas Kaatz

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