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Havelland Senioren stellen sich Alltags-Fitness-Test
Lokales Havelland Senioren stellen sich Alltags-Fitness-Test
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18:42 28.06.2016
Fritz Klauser (95) schnitt beim Alltags-Fitness-Test überdurchschnittlich gut ab. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Treppensteigen, Schuhe binden oder das einfache Aufstehen aus dem gemütlichen Fernsehsessel – so alltäglich diese Dinge auch scheinen, schnell erreichen ältere Menschen dabei ihre körperliche Leistungsgrenze. Ausdauer und Koordination nehmen im Alter naturgemäß ab, in vielen Fällen geht die Selbstständigkeit verloren. Doch so weit muss es gar nicht kommen. Werden erste Anzeichen von körperlicher Schwäche frühzeitig erkannt, können sie sogar rückgängig gemacht werden. Um die eigene Fitness zu überprüfen, hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) daher einen Alltags-Fitness-Test entwickelt, der am Montagnachmittag im Garten des Falkenseer Kulturhauses „Johannes R. Becher“ erstmals vom Kreissportbund Havelland durchgeführt wurde. Anlass war die Eröffnung der Ausstellung „Bewegt und mobil älter werden“ und der anschließende Bürgerdialog zum Thema.

Bein- und Armkraft, Hüftbeweglichkeit, Ausdauer und Geschicklichkeit waren zumindest für den 95 Jahre alten Fritz Klauser kein Problem. „Ich habe erst mit 80 Jahren angefangen, Sport zu treiben. Ich mache täglich Gymnastik oder fahre auf meinem Hometrainer Fahrrad“, so der Falkenseer. „Heute wollte ich einfach mal testen, wie es um meine Beweglichkeit und meine Ausdauer bestellt ist.“ Und obwohl die Tabelle mit den zu erreichenden Ergebnissen nur bis zum 94. Lebensjahr ausgelegt ist, schnitt Klauser überdurchschnittlich gut ab. „Ein anderes Ergebnis hätte mich auch gewundert. Ich fühle mich gut und bin im Alltag noch sehr selbstständig“, lacht der 95-Jährige, der sich in Falkensee sehr wohl fühlt. „Ich habe eigentlich nie Probleme gehabt – weder als Autofahrer, Fußgänger oder Fahrradfahrer.“

Doch nicht alle Senioren sind so fit, wie Klauser. Der Weg zum Bus, Einkaufen oder Kartenspielen ist ohne ausreichende Sitzgelegenheit oder abgesenkte Bordsteine kaum zu schaffen. Die Teilhabe am Leben wird eingeschränkt. „In der Vergangenheit wurden zwar schon etliche Bänke aufgestellt, viele werden jedoch noch gebraucht. Ärgerlich ist, dass einige der Bänke, wie zum Beispiel in der Karl-Marx-Allee, schon wieder verschwunden sind“, so Margot Kleinert, die Vorsitzende des Falkenseer Seniorenbeirates. Und auch der kostenlose Fahrservice, der Fahrten zum Arzt, Friseur oder Konzertbesuch anbietet, sei noch ausbaufähig, findet Kleinert. „Ein zweites Fahrzeug und weitere Fahrer werden gebraucht. Der Fahrservice ist mit bis zu zwölf Touren täglich und 200 transportierten Personen im Monat überlastet – teilweise muss man eine Fahrt Wochen vorher anmelden“, so die Seniorin.

„Der Bürgerdialog zu den Themen Wohnen und Wohnumfeld, Mobilität und Pflege soll Anregungen hervorbringen, die sowohl an die Stadt weitergegeben, als auch in das Demografieprojekt einfließen werden“, so die Demografie-Referentin des Landkreises, Sabine Kosakow-Kutscher. Unter anderem landeten auf der Wunschliste der Senioren außerdem das lang ersehnte Hallenbad, mehr barrierefreier Wohnraum und weitere Treffpunkte, ähnlich dem Familiencafé im Falkenhorst.

Von Laura Sander

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