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Gemeinsam gegen die Einsamkeit der Senioren

Nachbarschaftshilfe in Dallgow-Döberitz Gemeinsam gegen die Einsamkeit der Senioren

Eine Umfrage des Seniorenbeirates in Dallgow-Döberitz brachte es an den Tag: Die meisten Menschen im Alter leiden an der Einsamkeit. Der Beirat will deshalb ein Projekt zu mehr Nachbarschaftshilfe starten, die kleine Hilfen im Haushalt und mehr soziale Kontakte bringen kann.

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Quelle: dpa

Dallgow-Döberitz. Wenn alle so wären wie Peter Nanzka, gäbe es weniger Einsamkeit auf der Welt. Der Mann aus Dallgow-Döberitz geht einfach los, spricht die Menschen an. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates weiß, dass nicht alle so leicht mit Mitmenschen in Kontakt kommen. Deshalb gehört er zu denen, die Brücken bauen wollen. Mit dem Seniorenbeirat will er die Nachbarschaftshilfe in Dallgow-Döberitz ankurbeln.

„Da gibt es schon das eine oder andere“, weiß er, da werden mal Blumen gegossen oder das wird mal eine Flasche Milch mitgebracht. „Aber viele ältere Menschen leben alleine und zurückgezogen“, sagt Peter Nanzka.

Das hat auch eine Umfrage ergeben, die der Seniorenbeirat geführt hat. Peter Nanzkas Resümee: „Es gibt so viel Einsamkeit, das ist schlimm.“ Viele Menschen kommen aus ihrem Schneckenhaus nicht mehr raus, können keine sozialen Kontakte pflegen. Und so ist das Projekt „Nachbarschaftshilfe“ eines für praktische Hilfe und gegen das Alleinsein.

„Wir denken nicht an Renovierungen oder Umarbeiten, sondern an Kleinigkeiten, wo Ehrenamtliche älteren Menschen helfen“, erklärt der 70-Jährige und nennt Beispiele: eine Glühlampe einschrauben, Gardinen ab- und aufhängen, lose Latten am Gartenzaun anschrauben, Rasen mähen, aber auch Knöpfe annähen oder ein loses Futter in Jacken wieder annähen.

„Das soll alles kostenlos für ein glückliches, zufriedenes Lächeln angeboten werden“, erklärt Peter Nanzka, der schon selbst aktiv wurde. Nach einer Veröffentlichung im Amtsblatt war die erste Dame am Telefon: Ihr Fernseher stand weit weg von der TV-Buchse, das Kabel war zu verlegen. Eigentlich nur unter dem Teppich, aber das schaffte die Frau schwerlich alleine. Peter Nanzka wurde selbst erster Helfer seines Projektes.

„In solchen und ähnlichen Fällen wollen wir helfen“, sagt der Vorsitzende des Seniorenbeirates. Dazu werden tatkräftige Senioren gesucht, denen vielleicht auch ein wenig die Decke auf den Kopf fällt. „Wir wollen dann Angebote und Nachfragen koordinieren“, sagt Nanzka. Persönlich sind die Beiratsmitglieder bei ihren Sprechzeiten zu erreichen, jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10 bis 12 Uhr in der Gemeindebibliothek, Bahnhofstraße 151. Oder per Telefon über (03322) 22741.

Wer mag, kann auch zu den Veranstaltungen des Seniorenbeirates kommen. 2010 gegründet versucht er, Menschen in Kontakt zu bringen. Sei es in geselliger Runde, wie bei den Unterhaltungsnachmittagen für Senioren im Deutschen Haus oder bei Fachvorträgen, im Oktober wird im Johanneshaus informiert zu der Frage „Ist es sinnvoll über das 63.Lebensjahr hinaus zu arbeiten?“

Von Marlies Schnaibel

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