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Havelland Shetland-Pony auf Gnadenhof am helllichten Tag getötet
Lokales Havelland Shetland-Pony auf Gnadenhof am helllichten Tag getötet
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08:27 29.09.2016
Christian Schuldt beobachtet, wie die anderen Pferde Abschied nehmen von Shetland-Pony Pedro. Quelle: Andreas Kaatz
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Schönwalde-Glien

„Wer tut so etwas nur?“ Pamela Boujra treten die Tränen in die Augen. Unter der Decke vor ihr liegt ein totes Shetland-Pony. Pedro war der ganze Stolz des Gnadenhofs in Schönwalde-Glien, den sie mit Christian Schuldt seit mehreren Jahren am Ortsrand nahe Spandau betreibt. Am Mittwochvormittag entdeckten sie das tote Pferd auf dem Gelände. „Es war ein gezielter Stich ins Herz“, meint sie und schaut zu, wie die übrigen elf Pferde langsam, fast bedächtig, auf Pedro zugehen und sich von ihm zu verabschieden scheinen. „Sie waren immer zusammen.“

Gegen 11 Uhr erhielt Christian Schuldt eine Information von Nachbarn, dass auf dem Gelände ein totes Pony liegt. Schnell stellte sich heraus, dass es sich genau um das Tier handelt, das besonders zahm war. „Er kam zu jedem und wollte Leckerlies haben. Er war somit ein leichtes Opfer“, sagt Pamela Boujra, die glaubt, dass es sich beim Täter um jemanden handeln muss, der sich mit Pferden auskennt, so dass er wusste, wo sich das Herz befindet, und der offenbar auch genaue Kenntnis vom Gelände hatte.

Offenbar ist ein Pferdehasser unterwegs

Wer für den Tod des Ponys verantwortlich sein könnte, ist derzeit noch völlig unklar. „Hinweise auf den möglichen Täter haben wir noch nicht“, sagt Jana Birnbaum von der Polizeidirektion West. Nach jetzigem Stand sehe es nach einer „Einwirkung von außen“ aus, die havelländische Amtstierärztin wurde informiert. Um die genaue Todesursache herauszufinden, wurde Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft gehalten. Die ordnete an, dass das Tier sichergestellt und zur Begutachtung zum Landeslabor der Tierpathologie in Frankfurt/Oder gebracht wird. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und wegen Sachbeschädigung.

„Es ist wichtig, dass die Tat bekanntgemacht wird und andere Pferdehalter wissen, dass hier ein Pferdehasser umher läuft“, sagt Pamela Boujra. „Pedro war der Liebling der Kinder, er war für jeden Schabernack zu haben.“ Die Kinder konnten auf ihm reiten und Faxen machen. Auch als Kutschpferd fungierte er des Öfteren, schon am nächsten Wochenende sollte er wieder vorgespannt werden.

Gezielte Angriffe gegen den Gnadenhof

„Die Tiere tun doch keinem was“, sagt Schuldt und schüttelt den Kopf. Offenbar ist aber nicht jeder dem Gnadenhof wohlgesonnen. Bereits am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr musste er feststellen, dass Unbekannte die Koppelzäune zerstört hatten, so dass die Pferde frei im Gelände umher liefen. Nicht zum ersten Mal, dass so etwas passiert sei.„Ich habe die Tiere dann zurückgetrieben und durchgezählt. Da war noch alles in Ordnung, keines hatte sich verletzt, auch Pedro nicht“, sagt Schuldt. Erst danach, am hellichten Tage, sind die Täter gekommen, um das Pony zu töten. Vor zehn Tagen etwa habe sich zudem jemand am Traktor auf dem Gelände nahe der Steinernen Brücke zu schaffen gemacht und Verdünnung in den Tank gekippt, so dass der Motor kaputt ging.

Vor sechs Jahren hatten die Hofbetreiber das Shetland-Pony Pedro aus Tierschutzgründen vorm Schlachter bewahrt und freigekauft. „Er hat es uns so gedankt“, sagt Pamela Boujra. Mittlerweile war das Pony zwölf Jahre alt und hätte wohl noch einige Jahre vor sich gehabt. Shetland-Ponys würden um die 30 Jahre alt, sagt sie.

Von Andreas Kaatz

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