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Sich engagieren, statt nur zu meckern

Kita- und Hortbeirat Sich engagieren, statt nur zu meckern

Vor gut einem halben Jahr sind sie an den Start gegangen, Denis Mai und Mike Großmann. Gemeinsam haben sie den Kita- und Hortbeirat Rathenow ins Leben gerufen, um Eltern die Möglichkeit zu geben, mit einer Stimme zu sprechen. Gemeinsam Ziele umsetzen und als Ansprechpartner für die Verwaltung zur Verfügung zu stehen. Eine erste Bilanz.

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Denis Mai (l.) und Mike Großmann riefen im Sommer 2015 den Kita- und Hortbeirat ins Leben.

Quelle: Foto: Ch. Schmidt

Rathenow. Probleme aufgreifen, bevor Entscheidungen in den Ausschüssen getroffen werden. Aktiv werden, statt nur zu meckern. Das waren und sind die Ziele des Kita- und Hortbeirats. Inzwischen hat sich die Elterninitiative, die sich nun kurz „KHoBRa“ nennt, einen Namen gemacht. “Die Verwaltung und die Abgeordneten nehmen uns ernst. Es gibt Kontakt zu verschiedenen Parteien, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind“, berichtet Mike Großmann. Zwei KHoBRa-Mitglieder sitzen als sachkundige Einwohner im Bildungsausschuss. Auch die Stadtverwaltung zeigt Interesse und entsendet regelmäßig einen Vertreter zu den Sitzungen des Beirats.

Neun Mitglieder zählt der Kita- und Hortbeirat derzeit. Noch zu wenige, um die Eltern von mehr als 1000 Kindern zu repräsentieren, die in der havelländischen Kreisstadt eine Kita oder einen Hort besuchen. „Unser Wunsch ist es, aus allen Einrichtungen jeweils einen bis zwei Vertreter im Beitrat zu haben. Dabei ist es nicht entscheidend, an jeder einzelnen Sitzung teilzunehmen. Aber um etwas zu erreichen und mehr Themen bearbeiten zu können, müssen wir breit aufgestellt sein“, macht Großmann deutlich.

KHoBRa erarbeitet Konzept für Schließ- und Öffnungszeiten

Jeweils nach den Sitzungen des Rathenower Bildungsausschusses treffen sich die KHoBRa-Mitglieder. Sie haben Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit konkreten Themen beschäftigen. Dazu gehört zum Beispiel der Punkt „Zentrale Essenversorgung“. Ziel ist es, Ideen für die Verbesserung der Verpflegung zu sammeln. Frische Speisen, die vor Ort gekocht werden und bezahlbar sind, so wünschen es sich die Eltern. Ein weiteres Thema mit dem sich die KHoBRa-Mitglieder intensiv auseinandersetzen, sind die Schließ- und Öffnungszeiten der Einrichtungen. Dazu führten sie eine Umfrage durch, an der sich 267 Eltern beteiligten. Das Ergebnis: 73,7 Prozent der Befragten wollen längere Öffnungszeiten nutzen, würden diese angeboten werden. Bedarf für eine 24-Stunden-Kita sehen 43 Prozent der Befragten.

Die Abschaffung der Schließzeiten wünschen sich dagegen 85 Prozent. „Wir wollen jetzt ein Konzept erarbeiten, dass wir dann der Stadt vorstellen. Dabei ist es uns wichtig, nicht gegen, sondern mit der Verwaltung zu arbeiten“, so Kathrin Großmann, ebenfalls aktives KHoBRa-Mitglied. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendparlament gibt es bereits, mit Tagesmüttern steht der Beirat ebenfalls in Kontakt. „Wir werden als offizielles Elterngremium wahrgenommen, nur am Engagement der Eltern mangelt es noch.“

Von Christin Schmidt

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