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Havelland Wildschweinplage: Sicherheit geht vor Jagderfolg
Lokales Havelland Wildschweinplage: Sicherheit geht vor Jagderfolg
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22:11 07.03.2018
Mit ihrer Schnauze heben Schweine Zäune ganz leicht an. Quelle: dpa
Schönwalde-Glien

Viele Schönwalder sind zunehmend genervt von der nicht enden wollenden Wildschweinplage in ihrer Gemeinde. „Wir kontrollieren jeden Tag unseren Zaun und lassen keine Gäste vor sieben Uhr auf das Gelände, bevor wir nicht die Wildschweinkontrolle durchgeführt haben“, erzählte Peter Bernhard, Betreiber des Schullandheims Schönwalde. Dennoch finden die Wildtiere jeden Tag aufs neue einen Weg auf sein Grundstück.

In Schönwalde wird bereits doppelt so viel geschossen

Peter Bernhard war einer von etwa 20 Bürgern die der Einladung Kreistagsabgeordneten der Linken, Jörg Schönberg, in den Gemeindesaal folgten, um sich vom Vorsitzenden des Jagdverbandes Nauen, Frank Wilke, über die Tücken der Wildschweinjagd in städtischen Gebieten aufklären zu lassen.

Mit der häufig ausgesprochenen Beschuldigung, die Jäger würden nichts tun, räumte Wilke gleich zu Beginn auf. „In Schönwalde werden im Jahr im Durchschnitt 120 bis 140 Stück Schwarzwild erlegt, das ist doppelt so viel wie der Brandenburger Durchschnitt“, erklärte er. Das reicht vielen Anwohnern aber noch nicht, sie fordern auch die Bejagung in bebautem Gebiet. Dies ist jedoch nicht so einfach.

Querschläger machen Jagd im Wohngebiet fast unmöglich

„Ein Jäger ist für jeden Schuss den er abgibt vollumfänglich haftbar und muss sich sicher sein, dass weder Menschen noch Gegenstände gefährdet werden“, so Wilke. Selbst wenn das Tier getroffen wurde, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Das Projektil tritt in den meisten Fällen wieder aus und ist dann nicht mehr lenkbar.

„In unmittelbarer Nähe meines Hauses wurde auch schon mal geschossen, da war ich gerade draußen und bin dann sofort wieder ins Haus“, erinnerte sich Ingeborg Kaiser. Die Schönwalderin fragte sich, ob es nicht sicherer wäre die Tiere einfach aus der Siedlung herauszudrücken.

Ganz so einfach sei aber auch das nicht, erläuterte Frank Wilke. „Schwarzwild lässt sich nicht lenken, wenn es einen sicheren Platz gefunden hat, bleibt es dort einfach, bis die Gefahr vorbei ist“, so der Jäger.

Ein guter Zaun ist die einzige echte Schutz

Der einzige Weg sich vor dem Schwarzwild zu schützen sei ein ordentlicher Zaun. Gut 1,50 Meter hoch und 20 Zentimeter schräg in die Erde gebaut, sollten die Schweine vom Eindringen abhalten. „Die Tiere heben den Zaun ja mit ihrer Schnauze an, das können sie dann nicht mehr“, so Wilke.

Alternative: Eigenes Grundstück für Jagd freigeben

Eine andere Alternative wäre die Jagd auf dem eigenen Grund und Boden. Grundstücksbesitzer können bei der zuständigen Jagdbehörde eine Genehmigung beantragen, dass auf ihrem Grundstück gejagd werden darf. In Schönwalde gibt es laut Wilke bisher vier solcher Genehmigungen.

Von Danilo Hafer

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