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Sicherheit ist ausreichend

Veranstaltungen im Havelland Sicherheit ist ausreichend

Veranstalter im Havelland sehen keine Notwendigkeit, nach den Anschlägen von Paris die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Dies gilt sowohl für die Falkenseer Angerweihnacht am 28. November, als auch unter anderem für Spiele des SV Falkensee-Finkenkrug oder das Weihnachtskonzert des Polizeiorchesters in Nauen.

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Quelle: imago stock&people

Havelland. Die Terroranschläge von Paris führen auch zu Diskussionen über die Sicherheit bei künftigen Veranstaltungen im Havelland. Die MAZ hat sich umgehört, wollte wissen, ob Vereine oder Organisatoren von Veranstaltungen jetzt darüber nachdenken, für mehr Sicherheit zu sorgen.

Bei den Heimspielen der 1. Mannschaft des SV Falkensee-Finkenkrug, zu denen rund 200 bis 250 Zuschauer kommen, sieht der stellvertretende Vereinsvorsitzende Sven Steller jedenfalls keine Veranlassung für mehr Vorkehrungen. „Das ist bisher kein Thema gewesen und wird es nach jetzigem Stand auch nicht“, sagt er. Schon jetzt gebe es Ordner und Wachschutz. Darüber hinaus wolle man keine Maßnahmen ergreifen. Das nächste Heimspiel ist am 12. Dezember gegen Preußen Eberswalde.

Viele Besucher werden auch zur Angerweihnacht am 28. November in Falkensee erwartet. „Es wird keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen geben, weil wir es nicht für geboten halten“, sagt Falkensees Bürgermeister Heiko Müller. Er warnt zudem vor solcherart Diskussionen, da die Menschen dadurch nur verunsichert würden. „Wenn wir Angst haben, dann haben die Terroristen erreicht, was sie wollen.“

Das traditionelle Weihnachtskonzert des Landespolizeiorchesters findet am 4. Dezember zum elften Mal in der St.-Jacobi-Kirche statt. Veranstalter sind die evangelische Kirchengemeinde Nauen und die Polizeidirektion West. Pfarrer Matthias Giering sagt, dass verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für diesen Tag bisher kein Thema gewesen seien. „Ich sehe im Moment auch keine Notwendigkeit, etwas zu ändern“, sagt er. Zudem vertraut er darauf, dass bei so viel Polizei – sollte es Handlungsbedarf geben – entsprechende Maßnahmen ergriffen würden.

Dafür gibt es vorläufig aber keinen Grund wie Polizeisprecherin Jana Birnbaum sagt – auch bei anderen Veranstaltungen in der Region nicht: „Derzeit sehen wir für die Sicherheit keine stärkere Gefährdung als bisher.“ Es gebe keine Hinweise, dass es während Konzerten und anderen Veranstaltungen zu Anschlägen wie in Paris kommen könnte. Jedoch gehe man mit der Situation sehr sensibel um.

In Falkensee wird am Wochenende in der Potsdamer Straße 2 die „Galerie auf Zeit“ eröffnet, in der Kunstwerke zu sehen und zu erwerben sind. „Wir rechnen dazu mit 100 Gästen“, sagt Mitorganisatorin Stefanie Witt. Über Sicherheitsvorkehrungen habe man aber nicht nachgedacht.„Vielmehr haben wir uns kurz nach den Anschlägen von Paris dazu entschieden, künstlerische Werke zugunsten der im Agon-Gebäude untergebrachten Flüchtlinge zu versteigern“, sagt sie. Mit dem Geld sollen beispielsweise Hygieneartikel gekauft werden.

Von Andreas Kaatz

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