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Silberner Meisterbrief für Unternehmer Rampf

Premnitz Silberner Meisterbrief für Unternehmer Rampf

Der Premnitzer Bauunternehmer Josef Rampf ist für sein 25. Meisterjubiläum geehrt worden. Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, und Claudia Seeligmann, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, überreichten ihm am Dienstag einen Silbernen Meisterbrief. Josef Rampf hatte 1990 ganz allein angefangen, heute hat er 125 Beschäftigte.

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Josef Rampf (Mitte) mit Claudia Seeligmann und Ralph Bührig vor dem Wasserturm, der prägend für das Betriebsgelände seiner Firma ist.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Kann das Zufall sein? Das Schicksal hat es so gefügt, dass der Premnitzer Bauunternehmer Josef Rampf sein 25. Meisterjubiläum feiern kann, kurz nachdem er in seiner Heimatstadt ein besonderes Meisterstück abgeliefert hat. Am Sonnabend ist unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Eröffnung des neuen Gesundheits- und Familienzentrums gefeiert worden, dessen Investitionssumme einschließlich Innenausbau bei fast 8,5 Millionen Euro liegt.

Am Dienstag kamen Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, und Claudia Seeligmann, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Havelland, auf das Betriebsgelände am alten Wasserturm, um Josef Rampf einen Silbernen Meisterbrief zu überreichen. Er habe „herausragende Leistungen“ für die Region vollbracht, lobte Ralph Bührig. Seit Gründung seines Betriebes habe er über 80 Lehrlinge ausgebildet. Er sei stellvertretender Obermeister der Bauinnung des Kreises, Mitglied des Meisterprüfungsausschusses und man kenne ihn als engagierten Sponsor des Sports.

Der Meisterbrief von Josef Rampf trägt das Datum 2. Juli 1992

Der Meisterbrief von Josef Rampf trägt das Datum 2. Juli 1992. Im Februar 1989 hatte er beim damaligen Rat des Kreises die Gründung einer Baufirma beantragt, die Auflage zur Meisterschule bekommen und diese am 1. September 1989 begonnen. Wenige Wochen später war die Mauer gefallen. Die Gründung seiner Baufirma fiel auf den 1. Januar 1990. Maximal fünf Angestellte hatte ihm die DDR erlaubt, die hatte er auch, doch durch die Wende waren alle Leute plötzlich weg. Wie er erzählt, fing er klein an – die ersten 14 Tage allein. Er habe Schornsteinköpfe gemauert, sein erster Auftrag sei ein Einfamilienhaus in Milow gewesen.

Heute hat Josef Rampf in mehreren Firmen insgesamt 125 Beschäftigte. Sein erstes großes Objekt war 1991/92 das Premnitzer Gemeindehaus Arche, für die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft hat er am Markt 1997 ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Am Grünauer Weg/Reiherweg in Rathenow hat er 1997/98 über 50 Reihenhäuser gebaut. Sein bislang größtes Objekt war Blücher Adsor Tech in Premnitz: sechs Millionen Euro, schlüsselfertig. In Rathenow haben seine Leute im Laufe der Zeit über 100 ältere Mehrfamilienhäuser saniert und modernisiert.

2004 verlegte er den Sitz seiner Firma in den Industriepark

2004 verlegte er seinen Firmensitz in den Industriepark und tat damit der Stadt einen Gefallen: Er kaufte die Fläche mit dem alten Wasserturm und übernahm damit die Verpflichtung zur Sanierung des weithin sichtbaren Bauwerks, das ein Wahrzeichen der Industriegeschichte ist.

Im vergangenen Jahr haben seine Leute rund 125 Häuser gebaut. Viel haben sie in Potsdam gemacht, unter anderem eine Kita errichtet. In Rathenow lässt Josef Rampf an der Schopenhauerstraße das Wohngebiet Zieten-Karree bauen. Es wird am Ende 65 Wohn- und Gewerbeeinheiten haben. Vermieten ist kein Problem – 2018 soll es fertig sein.

Von Bernd Geske

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