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Havelland Singende Ärztin aus Schönwalde
Lokales Havelland Singende Ärztin aus Schönwalde
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16:10 10.04.2016
Uta Krieg- Oehme singt gerne Melodien aus Operetten. Quelle: Foto: Gawande
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Schönwalde-Glien

In Dallgow ist sie aufgewachsen. Nach dem Mauerfall nach Schönwalde-Glien umgezogen. Dort lebt Uta Krieg-Oehme bis heute. Hat sich dort vor fast einem Vierteljahrhundert als Ärztin niedergelassen und ist zudem Ehefrau des Bürgermeisters der Gemeinde, Bode Oehme. Schmunzelnd erklärt sie: „Mein Mann ist mein Hobby.“ Beide sind viel unterwegs. Selten daheim.

Als Ausgleich zu ihrem Job, dem Amt im Ortsbeirat, der Leitung der Herzsportgruppe sowie der Ausbildung junger Ärzte an der Berliner Charite, geht Uta Krieg-Oehme gerne laufen. Mindestens einmal pro Jahr steht ein Halbmarathon in ihrem Terminkalender. Außerdem eine längere Radtour zusammen mit ihrem Mann. 300 Kilometer waren sie im Saale-Unstrut-Tal unterwegs, radelten entlang der Spree und der Mosel, aber auch durch Belgien und Holland. Für 2016 ist der Weserradweg als Urlaubsziel geplant. Gerne darf es aber auch eine Entspannungsreise in die weite Welt sein. „Das ist ein guter Ausgleich zum Beruf. Man hat Zeit für sich und lernt Land und Leute kennen.“ Ihr Mann „kiebitze“ gerne im Ausland, verrät sie, nähme sich Ideen mit nach Hause.

Wenn nicht gerade Fußball gespielt wird. Denn die engagierte Schönwalderin ist auch Mannschaftsärztin der deutschen Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister. Ja, auch so etwas gibt es. Das Team, bestehend aus hauptamtlichen Bürgermeistern aus ganz Deutschland existiert seit acht Jahren und sammelt Geld für soziale Projekte. 2008 wurden Deutschlands Bürgermeister sogar Europameister. Während sich Uta Krieg-Oehme dabei ehrenamtlich um verletzte Spieler kümmert, verstärkt ihr Mann den Sturm. Dieses Jahr wird in Polen und Tschechien gekickt. Immer für einen guten Zweck: Die SOS-Kinderdörfer. Von der positiven Werbung für die Gemeinde mal ganz abgesehen.

Doch die wahre Leidenschaft der 55-Jährigen ist die Musik. Mit neun Jahren begann sie an der Musikschule Falkensee eine klassische Musikausbildung. Lernte Cello und Gitarre, nahm Gesangsunterricht. „Mit dem Grundstufenabschluss bekam ich die Möglichkeit, in Laienorchestern zu spielen.“ Sie bestand die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule. Nur bei der obligatorischen, medizinischen Stimmprüfung scheiterte sie. Doch die heute zweifache Mutter und Oma verzweifelte nicht. „Es war immer mein Traum Medizin zu studieren.“

So wurde die Musik zum geliebten Hobby. Doch für ein Instrument ist im Alltag keine Zeit. Aber: „Singen geht immer!“ Also widmet sich die Mezzosopranistin dem Gesang. „Die Menschen mögen meine Stimme.“ Uta Krieg-Oehme tritt solistisch auf, verstärkt den Gemischten Chor Schönwalde und tourte mit Partner und einem literarischen Kabarettprogramm durchs Havelland. „Das war ein großer Spaß!“ Sie sang Couplets und Chansons. „Das geht bis ins hohe Alter.“ Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Krieg-Oehme„Mein Vorbild ist Cecilia Bartoli mit ihrer vollen, dunklen Stimme. Ich liebe die Klassik. Oper und Operetten.“ Mehr als 50 Titel seien sofort abrufbar, verrät sie. Gerne dargebracht in passender Garderobe. Neu im Programm hat sie „Power of Love“, das bei ihr eigentlich „Power of Music“ heißen müsste.

Von Ulrike Gawande

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