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Skatturnier mit polnischen Freunden

Rathenow Skatturnier mit polnischen Freunden

Zum ersten Rathenower Städtepartnerschafts-Skatturnier waren am Samstag fünf Kartenspieler aus der Partnerstadt Zlotow angereist. Obwohl diese couragiert mitspielten, ging der Sieg an einen Rathenower.

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Konzentration am Tisch von Stefania Ciepłuch aus Złotów.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Der 1. Skatverein Rathenow „Westhavelländer Asse“ besteht in diesem Jahr 25 Jahre. „Wir hatten schon lange die Idee, ein Städtepartnerschafts-Turnier zu organisieren“, sagt Bürgermeister und Vereinsmitglied Ronald Seeger. Am Samstag nun kamen fünf Mitglieder des „Klub Skata Krajna“ aus der polnischen Partnerstadt Złotów nach Rathenow. „Wir spielen schon seit zirka 20 Jahren gemeinsam Skat. Seit 2010 in einem eigenen Verein“, erzählt Edward Bianga, Vorsitzender des Klub Skata Krajna. „Zwei unserer Frauen waren 2012 und 2015 bereits polnische Landesmeisterinnen.“

Zum Skatturnier brachte Edward Bianga Stefania Ciepłuch, eine der derzeit vier Frauen der 18 Skatspieler des Vereins mit. Das startete im Gartenlokal „Charlottengarten“, wo sich die „Westhavelländer Asse“ jeden Dienstag zu Spielen treffen. Aus der Partnerstadt Rendsburg konnte keiner der zwei Skatvereine teilnehmen.

„Wir spielen an drei Tischen, zwei Runden mit jeweils 48 Spielen“, teilt Vereinsvorsitzender Guido Gericke die jeweils sechs Spieler pro Team ein. Ein Rathenower unterstützte die Freunde aus Polen. Und dann wurden die ersten Stiche in „Karo“, „Herc“, „Pik“ und „Krojc“ gemacht. Unter Gleichgesinnten versteht man sich einfach. „Grand“ heißt auch auf Polnisch „Gran“ und „Null overt“ heißt „Nulower“. Zur Not half der Dolmetscher, oder eine vorbereitete Karte mit den wichtigsten Vokabeln. Während bei einem schlechten Blatt schon mal das Wort „Sch...“ fiel, riefen die polnischen Skatspieler „Josef und Maria“ an. Immer wieder hörte man auch den Seufzer „Oh Jesus!“.

Nach fünf Stunden war das letzte Spiel an den Tischen beendet. Nach Auszählung aller Punkte stand das Endergebnis fest. Nachdem die „Westhavelländer Asse“ nach der ersten Runde mit über 2500 Punkten Vorsprung führten, holten die polnischen Freunde mit über 1000 Punkten Vorsprung den Sieg in der zweiten Runde. Aber mit 11 658 Punkten gegenüber 10 048 Punkten konnte kein Schutzheiliger den Gesamtsieg und den großen Wanderpokal für die Rathenower Skatfreunde verhindern. Unter den zwölf Spielern war Ralf Thutewohl mit 2 739 Punkten vor Edward Bianga (2 680 Punkte) und Guido Gericke (2  386 Punkte) der Beste. Mit 1 983 Punkten lag Ronald Seeger auf Platz 4.

„Im nächsten Jahr fahren wir zum Skatturnier nach Złotów. Dazu werden wir auch wieder die Skatspieler aus Rendsburg einladen“, so Guido Gericke. „Ein tolles Treffen mit den polnischen Freunden. Ich fahre nächstes Jahr auf jeden Fall mit“, ergänzt Bürgermeister Seeger.

Am Sonntag trafen sich die Skatspieler und Bürgermeister Ronald Seeger zum gemeinsamen Frühstück im Optikpark, wo anschließend ein kleiner Rundgang durch die Stadt startete. Die „Westhavelländer Asse“, mit derzeit elf Mitgliedern, steigen in diesem Jahr von der Verbandsliga, der niedrigsten Liga in Berlin-Brandenburg, in die Landesliga des Landesverbandes auf.

Die Städtepartnerschaft mit Złotów besteht bereits seit dem Jahr 1991. Neben regelmäßigen offiziellen Treffen, gibt es verschiedene Kontakte, wie zwischen Grundschulen, Chören und Radsportvereinen und Privatpersonen beider Städte.

Von Uwe Hoffmann

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