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Skepsis wegen „Boardinghouse“ in Falkensee

Debatte über Hotel und Wohnungen Skepsis wegen „Boardinghouse“ in Falkensee

Das einstige Agon-Möbelhaus von Falkensee soll abgerissen werden. Hier sollen eine Manufaktur und Wohnungen entstehen. Nun tauchte plötzlich auch die Option eines Boardinghouses mit Klein-Appartments auf. Die Abgeordneten waren skeptisch.

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Für das Areal des Möbelmarktes gib es neue Pläne.

Quelle: Andreas Kaatz

Falkensee. Falkensee hat bisher noch kein Boardinghouse. Wahrscheinlich kennen viele Falkenseer bisher nicht einmal das Wort. Die Abgeordneten des Falkenseer Stadtentwicklungsausschusses jedoch schon, spätestens seit ihrer Debatte am Montagabend.

Da wurde über den Bebauungsplan VBB 79 „Seegefelder Straße“ beraten. Es geht um das 30 000 Quadratmeter große Grundstück, auf dem sich das inzwischen geschlossene Agon-Möbelhaus befindet. Im November waren Pläne vorgestellt worden, dort eine Manufaktur der Lunos-Lüftungstechnik GmbH sowie etwa 85 barrierefreie Wohnungen zu errichten. Damit würde eine Anlage zwischen Bahn und Semmelhaack-Siedlung entstehen. Die Abgeordneten hatten das Vorhaben bisher wohlwollend begleitet, sowohl die gläserne Manufaktur als auch der Wohnungsbau fanden ihre Zustimmung.

Skepsis bei den Stadtverordneten

Am Montag war es Elfriede Schmidt (FDP/Büff), die kritisch nachhakte, was die Art der Nutzung betrifft. Plötzlich ist in den Unterlagen nicht nur mehr von einem Verwaltungs-, Produktions- und Lagergebäude der Lunos Lüftungstechnik GmbH die Rede, sondern auch von den Branchen Einzelhandel, Schank- und Speisewirtschaft, Fitnessstudio und sozialen Einrichtungen. Die seien in der Manufaktur für die Versorgung der Mitarbeiter gedacht und die wolle sich der Investor als Option offenhalten, hieß die Erklärung der Verwaltung.

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Skeptisch blieb nicht nur Elfriede Schmidt, was das Areal des geplanten Wohnungsbaus betrifft. Dort ist neben der Wohngebäude plötzlich auch „Boardinghouse-Nutzung“ genannt. Die mehr oder minder lange Vermietung möblierter Appartments ist eine Art Hotelbetrieb. Wie viel Hotel, wie viele Wohnungen werden es am Ende auf der Fläche? wollten die Abgeordneten wissen. „Wir sollten eine Kombination zulassen“, sagte Lara Steup, die als sachkundige Einwohnerin im Ausschuss arbeitet. Keiner der Abgeordneten wollte sich jedoch überraschen lassen, dass vielleicht eines Tages auf dem Areal an der Seegefelder Straße keine Wohnungen, sondern nur ein möglicherweise profitableres Hotel entsteht. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob sie eine prozentuale Mindestgrenze für Wohnungsbau in den Vertrag festschreiben lässt. Prinzipiell stimmten die Ausschussmitglieder jedoch mit großer Mehrheit für den vorgelegten Plan.

Endgültig entscheidet die Stadtverordnetenversammlung. Das betrifft auch den Bebaungsplan F33, der den Bereich nördlich vom Bahnhof Falkensee neu ordnet. Auch hier stimmten die Ausschussmitglieder zu.

Von Marlies Schnaibel

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