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Havelland Smartphones „vom Laster gefallen“
Lokales Havelland Smartphones „vom Laster gefallen“
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15:06 21.11.2016
Die laschen Sicherheitsvorkehrungen hätten es den drei Tätern leicht gemacht, die Taten zu begehen. Quelle: Oliver Berg
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Nauen

Auf die Lieferung von knapp 30 Smartphones, zwei Laptops, eines Tablets sowie eines Beamers warteten die rechtmäßigen Besitzer vergebens. Die Geräte verschwanden zwischen Januar und Juli 2013 auf dem Weg vom Börnicker Paketzentrum ins Rüdersdorfer Frachtzentrum. Am Steuer des Lkw saß jedes Mal Jonathan Stietz (Name geändert), der im Auftrag einer Speditionsfirma für den Transport der Pakete zuständig war. Gemeinsam mit seinen Komplizen Rainer Baldt und Ludger Falk (Namen geändert) musste er sich am Montag wegen gemeinschaftlichen Diebstahls, der Verletzung des Postgeheimnisses und Hehlerei vor dem Nauener Amtsgericht verantworten.

Alles fing mit einem zufälligen Fund an. „Ich habe meinen Lkw in Börnicke selbstständig mit den großen Containerwagen, in denen die Pakete verstaut waren, beladen. In Rüdersdorf habe ich alles wieder ausgeladen, ohne jegliche Kontrolle der Ladelisten – deswegen wird Rüdersdorf auch das Bermudadreieck genannt“, so Stietz, der vor dem ersten Diebstahl bereits ein Jahr lang als Paketfahrer tätig gewesen war. „Nach einer Fahrt bemerkte ich beim Ausfegen der Ladefläche zwei Pakete, die versehentlich aus den Containerwagen gefallen waren und machte sie auf. So fing alles an“, so Jonathan Stietz, der daraufhin seinen Bekannten Rainer Baldt einweihte. Dieser beteiligte sich künftig an neun von zehn Diebstahlsfahrten. „Baldt war während der Fahrt auf der Ladefläche und durchsuchte die Pakete nach geeigneten Dingen. Anschließend kam er mit dem Diebesgut zu mir in die Fahrerkabine und wir setzten die Fahrt gemeinsam fort“, so Stietz. Zudem machte es sich Baldt, der zu diesem Zeitpunkt arbeitslos war, zur Aufgabe, die elektrischen Geräte über gängige Internetverkaufsportale zu veräußern.

Auch der mitangeklagte Ludger Falk kaufte Rainer Baldt eines der Smartphones ab, wohl wissend, dass es gestohlen war. „Ich bin dann auch einmal auf der Ladefläche mitgefahren – das war der Tag, an dem wir auf frischer Tat erwischt wurden“, sagte Falk. Stietz und Baldt hatten zuvor noch einen weiteren Kraftfahrer des Transportunternehmens dazu bringen wollen, sich an ihren Machenschaften zu beteiligen. Dieser ließ sich zum Schein darauf ein, verständigte jedoch die Polizei, die das Diebes-Trio schließlich Anfang Juli 2013 auf einem Autobahnparkplatz stellte. „Hätte der Mann die Polizei nicht verständigt, wer weiß, wie lange Sie das noch gemacht hätten“, klagte der Staatsanwalt an.

Bis zu diesen Taten waren die drei Angeklagten strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten, was sich, wie auch die umfassenden Geständnisse, strafmildernd auswirkte. Wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und Verletzung des Postgeheimnisses wurde Ideengeber Jonathan Stietz, der bereits in monatlichen Raten den damals verursachten Schaden abbezahlt, zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und Hehlerei verurteilte das Schöffengericht Rainer Baldt, der sich künftig ebenfalls an der Schadensrückzahlung beteiligen möchte, zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt. Beide müssen zusätzlich jeweils 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Ludger Falk wurde wegen versuchten gemeinschaftlichen Diebstahls und Hehlerei zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt.

Von Laura Sander

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