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Havelland So bereiten sich Schüler auf die Zukunft vor
Lokales Havelland So bereiten sich Schüler auf die Zukunft vor
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06:15 22.03.2017
Einmal Polizeimontur anprobieren – auch das ging. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Sie durften sich eine Zelle von innen ansehen. Sie konnten auch mal einen Schlagstock in die Hand nehmen und durch ein Geschwindigkeitsmessgerät schauen. Eine echte Dienstpistole durften sie dann aber doch nicht anfassen, wie viele es sich gewünscht hätten. Zum breit gefächerten Angebot des Präventionstages der Duncker-Oberschule Rathenow gehörte am Dienstag neben 15 anderen Möglichkeiten auch ein Besuch der Rathenower Polizeiwache.

Fünf Mädchen und 14 Jungen trugen sich dafür ein. Wachenleiter Jürgen Sachet begrüßte die Gruppe. Die langgedienten Polizisten Ines Strauß und Andreas Pawlowsky berichteten den Jugendlichen über die Berufsbilder der Polizei und die Herausforderungen ihrer täglichen Arbeit. Vier Jungs hoben die Hand auf die Frage, wer sich vorstellen könne, zur Polizei zu gehen. Ansonsten kannten viele Jugendliche sich gut aus. Sie wussten, dass man mit 14 Jahren strafmündig wird, und ihnen fielen auch diverse denkbare Straftaten ein.

Die Polizei stellt Berufsbilder vor und will Vertrauen aufbauen

Wie Leiter Jürgen Sachet dieser Zeitung sagte, kommt es nicht oft im Jahr vor, dass Schülergruppen die Wache besuchen. Meist seien es dann Kinder im jüngeren Alter. Die Polizei habe die Anfrage der Duncker-Oberschule positiv beantwortet, erklärte er, um den Schülern die verschiedenen Berufsbilder der Polizei vorzustellen und um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Es wirke sich positiv aus, teilte er mit, wenn Jugendliche die Polizei nicht erst bei möglichen Befragungen kennen lernen.

Traditionell wird der Präventionstag der Oberschule von Schulsozialarbeiterin Manuela Grygo organisiert. „Ich bin begeistert davon, unseren Mädchen und Jungen so etwas anbieten zu können“, hat sie gesagt. Es sei wichtig, ihnen die Vielfalt der Dinge vorzustellen, mit denen es sie tun bekommen können. Alkohol und Drogen seien ein großes Thema. Auch über Gerüchte, die über das Handy verbreitet werden, müsse aufgeklärt werden. Einerseits solle den Jugendlichen klargemacht werden, welche Risiken in bestimmten Handlungen stecken, andererseits werde ihnen mitgeteilt, wo sie Rat und Hilfe bekommen.

Eine Frau berichtete über Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft

Es wurde so gut wie kein Thema ausgelassen. Ein Vertreter des Jugendtreffs Oase erklärte den Zusammenhang von Gewalt und Körpersprache. Die Suchtpräventionsstelle klärte auf über den Konsum von Cannabis und dessen Folgen. Sozialministerin Diana Golze (Linke) übernahm es, über die Zukunftschancen der Jugend im Land Brandenburg zu berichten. Bewohner des Rathenower Asylbewerberheims berichteten über ihr Leben. Eine Mentaltrainerin vermittelte Entspannungstechniken. Beim Gesundheitsamt ging es um „schwanger mit 14“. Das Jugendamt klärte auf über Kinderrechte und Stress in der Familie.

Der Verein Horizont behandelte Straffälligkeit von Jugendlichen und den Täter-Opfer-Ausgleich. Der Verein Ton-Art stellte die Klangtherapie vor. Der Weisse Ring klärte auf, wie man Opfer in den sozialen Medien werden kann. Jutta Schütze vom Tierschutzverein sprach über Umgang mit Tieren. Vom Gut Neuhof kamen junge Leute, um über ihre Sucht und das Lösen davon zu berichten. Eine Vertreterin vom Verein Sonnenhof berichtete über ihren Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft. Gerade die Erfahrungsberichte, hat Manuela Grygo festgestellt, wirken auf Jugendliche besonders eindrücklich.

Von Bernd Geske

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