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So feiert ein Schaltjahr-Kind Geburtstag

29. Februar nur alle vier Jahre So feiert ein Schaltjahr-Kind Geburtstag

Für rund 50 000 Deutsche ist das Schaltjahr 2016 ein besonderer Grund zu feiern. Nur alle vier Jahre können diejenigen, die am 29. Februar das Licht der Welt erblickt haben, ihren Geburtstag ganz offiziell begehen. Für Kinder eine echte Horrorvorstellung möchte man zumindest meinen. Die 7-jährige Emma aus Elstal sieht das anders.

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Alle vier Jahre gibt es im Februar einen zusätzlichen Tag.

Quelle: Imago stock&people

Havelland. Schaltjahr 2016 – für rund 50 000 Deutsche ein Grund zu feiern. Nur alle vier Jahre können diejenigen, die am 29. Februar das Licht der Welt erblickt haben, ihren Geburtstag ganz offiziell begehen. Für Kinder eine echte Horrorvorstellung möchte man zumindest meinen.

Die 7-jährige Emma aus Elstal ist ein Schaltjahreskind

Für die siebenjährige Emma aus Elstal stellt ihr spezielles Geburtsdatum jedoch kein Problem dar. Sie musste auf ihren Geburtstag noch nie verzichten. „Wenn wir kein Schaltjahr haben, feiern wir immer am 1. März. Am 28. Februar war sie ja schließlich noch gar nicht da“, sagt Mama Beatrice Mons. Um 1.22 Uhr am 29. Februar 2008 erblickte Emma in der Nauener Klinik das Licht der Welt. „Sie war das einzige Kind an dem Tag. Ich habe ehrlich gesagt gar nicht über das Datum nachgedacht und war nur froh, dass sie endlich da war.“ Erst als Krankenschwestern und Besucher sie auf das spezielle Datum ansprachen, wurde es Beatrice Mons bewusst. „Es ist schon etwas ungewöhnlich, aber auch nicht schlimm. Vielleicht wird es noch einmal zum Thema, wenn Emma etwas älter ist und das alles richtig versteht.“ Dass Emma am Montag eigentlich erst zwei Jahre alt wird, stört die Siebenjährige überhaupt nicht. Vielmehr freut sich die kleine Elstalerin auf ihre Geschenke und die Feier mit Freunden und Familie auf der Bowlingbahn.

75 Prozent weniger Chance den Hochzeitstag zu vergessen

Neben den Geburtstagsfeierstunden aller Schaltjahreskindes wäre der zusätzliche Tag im Februar ein perfekter Anlass für alle vergesslichen Pärchen sich das Ja-Wort zu geben. Die Chance den Hochzeitstag zu vergessen, verringert sich so um genau 75 Prozent. Trotzdem scheint der 29. Februar bei Heiratswilligen nicht unbedingt der beliebteste Tag im Jahr zu sein. Nur alle vier Jahre Blumen zu bekommen ist eben für die meisten Frauen nicht gerade die romantischste Aussicht. Im Nauener Standesamt ist für Montag daher lediglich eine Hochzeit angemeldet. Montage und vor allem der Monat Februar seien für Eheschließungen sowieso nicht sonderlich begehrt, wie es aus dem Standesamt heißt. Die meisten Paare würden sich eher den Zeitraum Mai bis September aussuchen. Und auch im Falkenseer Standesamt wird am Montag lediglich eine Trauung vollzogen. „Es gibt immer wieder Paare, die sich speziell für den 29. Februar entscheiden. Aber von einem Ansturm kann nicht die Rede sein“, so Stadtsprecherin Yvonne Zychla. 2000, 2004 und 2012 gab es in der Gartenstadt gar keine Trauungen, 2008 dafür gleich drei an diesem Tag.

Für Griechen ein Unglück, für englische Frauen eine Tradition

In Griechenland wird am Montag wohl ebenfalls kaum ein Paar vor den Traualtar treten. Hier gilt: Es bringt Unglück am 29. Februar zu heiraten. In Großbritannien ist der Leap Day, also Sprung-Tag, mit einer langen Tradition verbunden. Männer aufgepasst: Am 29. Februar dürfen Frauen ihrem Liebsten einen Heiratsantrag machen und müssen nicht darauf warten, dass er es tut. Lehnt der Mann ab, muss er der Abgewiesenen Geld geben oder ein Kleid kaufen.

Schaltjahr 2016

Der zusätzliche Tag wird alle vier Jahre nötig, um den Jahreskalender an astronomische Vorgänge anzugleichen. Ein Jahr hat 365 Tage, die Erde braucht jedoch 365,24 Tage für einen Umlauf um die Sonne. Diese 0,24 zusätzlichen Tage summieren sich in vier Jahren fast zu einem ganzen Tag.

Im antiken Rom endete das Jahr im Februar. Deswegen fällt der Schalttag auf den 29. Februar.

Zu Computerproblemen kann es am 29. Februar übrigens nicht kommen. Denn nicht das Schaltjahr, sondern die Schaltsekunde hat in der Vergangenheit immer wieder Probleme verursacht, unter anderem bei einer Fluggesellschaft oder einem Spielekonsolenhersteller. Die Schaltsekunde ist zusätzlich zum Schaltjahr notwendig, um eine genaue Zeitmessung zu garantieren, da die Erde sich nicht genau alle 24 Stunden um sich selbst dreht. „Zur Jahrtausendwende haben wir das letzte Mal einen Bereitschaftsdienst gehabt“, sagt Peter Kissing, Regionalleiter der Edis AG in Falkensee. „Es war ein sehr ruhiger Silvesterabend. Und auch sonst hatten wir nie Probleme mit Schaltjahren oder Schaltsekunden.“

Von Laura Sander

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