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So viele Teilnehmer wie noch nie

Tour der Sympathie Spandau-Nauen So viele Teilnehmer wie noch nie

Bei der diesjährigen Tour der Sympathie von Spandau nach Nauen nahmen 145 Radfahrer teil und damit so viele wie noch nie. Der älteste Radler war 83 Jahre alt, der jüngste fünf. Die seit 2002 veranstaltete Tour erinnert an die Städtepartnerschaft zwischen Nauen und Spandau, die 1988 geschlossen worden war.

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Glückliche Gesichter nach der Ankunft im Stadtbad Nauen.

Quelle: Norbert Faltin

Nauen/Spandau. Am schnellsten meisterte Joachim Buchherr (59) aus Haselhorst am Sonntag die Tour von Spandau nach Nauen. Und er wäre noch eher am Zielpunkt Stadtbad angelangt, wenn er es denn als solches erkannt hätte. So fuhr er nach einer Stunde und 50 Minuten erst einmal daran vorbei.

Doch um Geschwindigkeit ging es bei der Tour gar nicht in erster Linie, sondern vielmehr um die Gemeinschaft. Bei herrlichem Wetter setzten sich die Teilnehmer der 14. Tour de Sympathie in Spandau in Bewegung. Mit dabei waren diesmal 145 Frauen, Männer und Kinder – so viele wie noch nie. Die gemütliche Tour, die viele als Familienausflug nutzten, hat damit einen neuen Teilnahmerekord. Sie führte durch Wälder und vorbei an Wiesen des Havellandes.

In Pausin wartete auf die Radler eine Versorgungsstation mit Wasser und Bananen. „Die gespendeten Bananen habe ich persönlich bei der Firma Broderson und Schacht im Großmarkt in der Berliner Beusselstraße abgeholt“, erzählte Veranstalter Hartmut Siegelberg vom Förderverein des Lions Clubs Nauen. Er hatte zudem im Vorfeld dafür gesorgt, dass sich keiner verfährt und dazu Pfeile auf die Radwege gesprüht. „Allein für die Markierungsarbeiten war ich am Donnerstag viereinhalb Stunden unterwegs“, erklärte er – und war erstaunt, dass er danach keinen Muskelkater hatte.

Für den Pannenfall stellte der Arbeitersamariterbund (ASB) etliche Sanitäter bereit, die in einem Auto hinter dem Feld fuhren. Doch noch bevor die letzten zwei Familien mit den jüngsten Teilnehmern das Ziel im Nauener Stadtbad erreichten, konnte Ute Mascher vom ASB Nauen Entwarnung geben: „Ich habe die Tour mit dem Rad begleitet und hatte mit unserem Pannenfahrzeug ständig telefonischen Kontakt. Wir hatten weder Gebrechen bei Fahrradfahrern noch technische Defekte zu beklagen“, berichtete die Helferin. Und verfahren habe sich diesmal auch keiner.

Nach etwa drei Stunden gemächlicher Fahrt hatten auch die Letzten das Ziel am Stadtbad in Nauen erreicht. Vor lauter Fahrrädern war die Liegewiese bald nicht mehr als solche zu erkennen. Am Festzelt versorgte die Dienstleistungsgesellschaft Nauen die emsigen Radler mit Bratwürsten, Steaks und Getränken, was nach den Strapazen großen Zuspruch fand. Wer Badesachen mitgenommen hatte, konnte zudem kostenlos ins Becken des Stadtbades hüpfen.

Mit stürmischem Applaus wurden auch die kleinen Teilnehmer mit ihren Familien begrüßt. Die Zweitjüngste unter ihnen, Kemaya Scholz (6) aus Brieselang, verschaffte sich im Stadtbad zunächst einen Überblick und beurteilte erst dann die Tour. „Am besten haben mir die Bananen gefallen, und dass meine Familie mitgefahren ist“, sagte sie. Jüngster Teilnehmer war Adrian Stolz (5) aus Elstal, der die Tour mit Oma und Opa meisterte. Und sogar seine kleine Schwester Romy (2,5) fuhr die Strecke im Kindersitz mit.

Zwei andere Teilnehmer bewiesen, dass man die Tour auch schaffen kann, wenn man etwas älter ist als die anderen. So erhielten Monika Spree (79) aus Spandau und Bernd Kny (83) aus Brieselang, die die Altersspitze des Feldes bildeten, jeweils zwei Freikarten für das Märkische Hofkonzert in Päwesin.

So wie sie war auch der neue Präsident des Lions Clubs Eberhard Wahl von der Tour restlos angetan. „Man kann’s an den fröhlichen Gesichtern erkennen, wie erfolgreich die Veranstaltung war. Die Organisation war erstklassig, selbst die kritische Überquerung an der B 273 wurde erstklassig gemeistert“, lobte er.

Empfangen wurden die Teilnehmer auch von Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann, der gemeinsam mit seinem Spandauer Amtskollegen Helmut Kleebank (beide SPD) Schirmherr der Tour war. Sie soll an die 1988 geschlossene Partnerschaft von Spandau und Nauen erinnern – zu einer Zeit, als Deutschland noch geteilt war. Seit 2002 veranstalten die Partnerschaftsvereine von Spandau und dem Havelland gemeinsam mit dem Lions Club Nauen die Tour der Sympathie.

Von Norbert Faltin

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