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Havelland So voll war die Havel noch nie
Lokales Havelland So voll war die Havel noch nie
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00:30 08.07.2015
Gedränge auf der Havel: 250 Bootsbesatzungen auf dem Protestkorso in Ketzin forderten freie Fahrt. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin

So voll war die Havel noch nie: Trotz gleißender Hitze fanden sich am Sonnabendnachmittag 200 Bürger am Havel-
ufer ein und sahen eine nicht enden wollende Welle von 250 Bootsbesatzungen. Gestartet waren sie am Trebelsee, mit ohrenbetäubendem Hupkonzert ankerten sie an der Havelpromenade, um ihrem Unmut über eine besondere Verbotsaktion zu äußern.

Seit 11. Mai hatten Schilder an den Einmündungen zum Ziegeleikanal und zum sogenannten Schleiloch im Ketziner Ortsbereich Brückenkopf für Diskussionen gesorgt. Die Schifffahrtzeichen verboten motorbetriebenen Booten die Zufahrt. Gleich drei Bürgerinitiativen machten bereits wenige Tage später gegen dieses Fahrverbot mobil. Inzwischen zu einer vereint, hatte diese alle Betroffenen für Sonnabend zu einem Bootskorso als Protest gegen diese Fahrverbote aufgerufen. Allerdings waren die Schilder am vergangenen Donnerstagnachmittag in aller Stille wieder entfernt worden. Das Rätselraten über den Grund beantwortete die Stadt auf ihrer Internetseite. Diese Schilder würden für die Schifffahrt verwendet und wären an nicht schiffbaren Gewässern fehlerhaft angebracht, heißt es da. Immerhin liegen für diesen Schildbürgerstreich die Genehmigungen des brandenburgischen Wasser- und Schifffahrtsamtes und der Unteren Wasserbehörde vor. Auf den Kanälen und den ehemaligen Tongruben fahren seit rund 100 Jahren Boote aller Art. Genau dieses Recht forderten die in der Bürgerinitiative (BI) zusammengeschlossenen Nutzer dieser Wasserstraßen am Sonnabend. Wie der Vorsitzende Thomas Wittkowski informierte, hat die BI Klage gegen die Stadt eingereicht.

Herbert Bosch fährt seit 50 Jahren auf diesen Gewässern. Dass die Schilder weg sind, sei ein Riesenerfolg der BI, meinte er. „Wenn die Stadt die Gewässer weiter als nicht schiffbar einstuft, werden wir Sammelklage einreichen“, verkündete er. Um die avisierte Sondergenehmigung zum Befahren zu bekommen, seien so viele Unterlagen einzureichen, dass das praktisch unmöglich wird. Jochen Krüger vom Ketziner Angel- und Wassersportclub fragte an die Adresse der Stadt gewandt, wie das Verbot mit dem Vorhaben der Tourismusförderung vereinbare.

Ein Vertreter der Stadt meldete sich am Sonnabend nicht zu Wort. Bürgermeister Bernd Lück erklärte auf Nachfrage, es werde Gespräche mit dem Infrastrukturministerium geben, um Möglichkeiten der Widmung weiterer Wasserflächen als schiffbare Gewässer zu prüfen.

Sicherheitsprobleme gab es trotz des kilometerlangen Bootskorsos am Wochenende nicht. Wie der Einsatzleiter der Polizei versicherte, sei es eine „saubere, friedliche Aktion im Interesse der Bürger“ gewesen, bei der alle Auflagen eingehalten wurden.

Von Wolfgang Balzer

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