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Havelland So wird jeder zum Superheld
Lokales Havelland So wird jeder zum Superheld
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09:42 02.05.2018
Katetschen Bernd (r.) mit Superhelden Nachwuchs. Vor allem Kinder lassen sich schnell für Umweltschutz begeistern. Quelle: U. Hoffmann
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Rathenow

Wie wird man Superheld? Die Rathenower „Katetschen Bernd“, „Puppi le Bleu“ und einige ihrer Freunde wurden durch Zufall zu „Stinknormalen Superhelden“. „Vor sechs Jahren schenkte ich meiner Schwester einen Gutschein für ein verrücktes Fotoshooting. Wir machten damals Fotos von uns in absurden Verkleidungen, wie Comic-Superhelden“, erzählt Katetschen Bernd.

Das Shooting blieb nicht ohne Folgen. Als der Held mit dem weißen Schlüpfer die Fotos auf Facebook veröffentlichte, erreichte ihn folgende Nachricht: „Im Naturschutzgebiet an der Stremme entledigen sich Bürger immer wieder ihres Mülls. Ihr seid doch jetzt Superhelden! Könnt Ihr nicht etwas dagegen unternehmen?“

Was die neuen Superhelden an der Stremme vorfanden, übertraf ihre Befürchtungen: Kaffeemaschinen, Staubsauger, ein alter Sessel und andere Dinge, die nicht in ein Naturschutzgebiet gehören. Aus dem Thema Müll wurde mehr: Umweltschutz, gesunde und ökologische Ernährung sowie das Engagement für soziale Projekte – im Havelland und überregional.

Um den Planeten zu retten, schlüpfen sie in bunte Strumpfhosen und lassen sich im Schlüpfer ablichten. Die Stinknormalen Superhelden wollen andere motivieren, die Umwelt zu schützen und sich sozial zu engagieren. Das gelingt mit auffälligen Outfits besonders gut. Auf Einladung der Initiative „Carry no Banners“ stellten sich die Superhelden in Rathenow vor.

Am Samstag lud die vor wenigen Monaten gegründete Initiative „Carry no banners“ mit Unterstützung des Vereins Ländliche Erwachsenenbildung Prignitz-Havelland die Stinknormalen Superhelden in die Räumlichkeiten des Bildungsträgers in die Fehrbelliner Straße ein. Katetschen Bernd, Puppi le Bleu, Biolectrica und Kitty KaOs stellten sich und ihre Projekte vor mehr als 50 Gäste vor.

„Wir sind ein Kern von 15 Leuten. Unsere absurden Verkleidungen helfen uns auf die Themen, die uns wichtig sind, und unsere Aktionen aufmerksam zu machen“, erklärt Katetschen Bernd.

Dabei forderte er die Zuhörer auf, in einen Spiegel zu schauen, den er ihnen vorhielt. „Jeder kann ein Superheld sein – auch ihr!“ Um Probleme wie Müll und Umweltverschmutzung an der Wurzel zu packen, besuchen die Superhelden Grundschulen und Kitas und begeistern junge Havelländer für eine lebenswerte Heimat.

#5thingsclear – Umweltschutz kann jeder

Seit einigen Monaten läuft zudem die Aktion „#5thingsclear“. Daran kann sich jeder beteiligen, indem er mindestens fünf Teile Müll aufsammelt, ein Foto davon online stellt und fünf Freunde nominiert, die sich an der Aktion beteiligen sollen. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und setzten die Aktion noch vor Ort um.

„Jeder kann ein Stinknormaler Superheld sein! Dafür musst Du nicht stark sein, hoch springen oder schnell rennen können – man muss nur wollen“, beendete Katetschen Bernd die Vorstellung seiner Mitstreiter und ihrer Projekte.

Die Stinknormalen Superhelden kann jeder per E-Mail: stinknormale-superhelden@gmx.de oder über die sozialen Netzwerke erreichen.

Ein Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand kann sehr hilfreich sein, auch wenn es um die Rettung des Planeten geht. Quelle: Uwe Hoffmann

Von Uwe Hoffmann

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