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Havelland Soldaten essen jetzt in einem richtigen Zelt
Lokales Havelland Soldaten essen jetzt in einem richtigen Zelt
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16:58 29.02.2016
Küchenchef Guido Philipowitz, Platzkommandant Michael Vormwald und Objektmanager Roland Weihs. Quelle: N. Stein
Klietz/Großwudicke

Ronald Weihs fährt täglich mit dem Auto von Rathenow ins benachbarte Sachsen-Anhalt zur Arbeit. Er ist Objektmanager des Truppenübungsplatzes Klietz des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Burg. Zur Bundeswehr als Zivilist gekommen ist Weihs 1995, nach einer Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst in der Lutherstadt Wittenberg. Objektmanager ist er seit 13 Jahren.

Von 2005 bis 2008 war er in Altengrabow, seitdem ist er bis heute in Klietz tätig. 128 zivile Dienstposten hat Weihs unter seiner Leitung. „Wir kümmern uns um alle Aufgaben, die nicht in den militärischen Bereich fallen“, erklärt der Objektmanager und nennt Hausmeisterdienste, Straßenreparaturen, Verkehrssicherung und Werkstätten als Beispiele.

Viel Organisation notwendig

Auch die Bereitstellung von Unterkünften für die übende Truppe gehört in enger Zusammenarbeiten mit dem Platzkommandanten Oberstleutnant Michael Vormwald und den ihm unterstellten 50 Soldaten und 10 zivilen Mitarbeitern zu den Aufgaben des Objektmanagers.

Die Sicherung des Übungsplatzbetriebes ist für den Platzkommandanten und den Objektmanager in der jetzigen Zeit mit viel Organisationstalent und Schaffung von Ausweichobjekten verbunden: Grund dafür ist, dass noch nicht alle vom Juni-Hochwasser 2013 verursachten Schäden beseitigt sind und seit 2015 bis voraussichtlich April 2017 fast alle festen Objekte für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden.

950 Plätze müssen Weihs und Vormwald für die übende Truppe vorhalten. Aufgrund der für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzten Objekte stehen in den Kasernen lediglich 250 Plätze für die übende Truppe zu Verfügung. Für 700 Betten mussten Ausweichmöglichkeiten geschaffen werden. Um den militärischen Anspruch erfüllen zu können, wurden in Klietz für 300 Plätze Unterkunftscontainer aufgestellt.

Der Weg zum Biwakplatz. Quelle: Stein

Sind mehr als die gewöhnliche Anzahl an Soldaten zur Übung in Klietz, schläft die übrige Truppe in Zelten auf dem Biwakplatz Großwudicke. Ohnehin fällt dem Biwakplatz seit dem Juni 2013 eine besondere Bedeutung zu. Weil das Hochwasser auf dem Bundeswehrgelände in Klietz auch die Küche zerstörte, wurde der Biwakplatz zur zentralen Verpflegungsstätte. „Wir haben uns auf dem Biwakplatz eine Behelfsküche eingerichtet“, sagt Küchenchef Guido Philipowitz.

Das von Küchenpersonal und ihm zubereitete Essen wurde zunächst vom Biwakplatz nach Klietz gebracht und im provisorisch eingerichteten Kinosaal ausgereicht. Die Möglichkeit besteht nicht mehr, weil auch der Kinosaal für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird.

Ausgabe im provisorischen Kinosaal

Verpflegt wird die übende Truppe seit Mitte Februar nun auf dem Biwakplatz in einer rund 400 Quadratmeter großen Ausgabestelle mit 230 Plätzen. „Ausgestattet ist die Halle mit allem was für eine Speiseausgabestätte nötig ist, wie Kühlschränken, Kaffeeautomaten und Spülmaschine“, erläutert Oberstleutnant Michael Vormwald.

Die Übungsverbände bringen ihre eigenen Köche mit auf dem Biwakplatz. Das Klietzer Küchenpersonal hilft bei der Essenszubereitung auf einem neben der Ausgabestelle eingerichteten Feldkochplatz. Im Sommer 2017 soll in Klietz eine neue Küche in Betrieb gehen. Die nunmehr geschaffene Speiseausgabestätte auf dem Biwakplatz bleibt aber erhalten.

Von Norbert Stein

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