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Sommerfest der BI „Schönes Falkensee“

Falkensee Sommerfest der BI „Schönes Falkensee“

Die Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) lud am Wochenende zum 15. Mal in Folge zum Sommerfest am Falkenhagener See. Ein Grund zum Feiern nicht nur für die Mitglieder der Initiative, sondern auch für zahlreiche Besucher. Lob gab es für den bevorstehenden Ausbau des Kreisels an der Spandauer Straße, Baumfällungen wurden aber kritisiert.

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Die BI hatte wieder ein buntes Fest vorbereitet.

Quelle: Markus Kollberg

Falkensee. Die Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) lud am Wochenende zum 15. Mal in Folge zum Sommerfest am Falkenhagener See. Ein Grund zum Feiern nicht nur für die Mitglieder der Initiative, sondern auch für zahlreiche Besucher. Besonders für Familien mit kleinen Kindern hatte sich die Bürgerinitiative eine Menge ausgedacht. Dosenwerfen, Fußballspielen und Kinderschminken standen für die jüngsten Falkenseer auf dem Programm. Für das leibliche Wohl der Erwachsenen sorgten die Mitarbeiter des „Eis Em-
porio“ sowie der Kuchenbasar der Initiative.

Stärkung konnten die vielen Besucher auch gut gebrauchen, schließlich gab es eine Menge brisanter Themen zu diskutieren. Allen voran dominierte die Nordumfahrung, die von der Bürgerinitiative strikt abgelehnt wird. Bereits mit seinen provokativen Eröffnungsworten gab Bodo Oehme (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde-Glien, den Ton vor: „Ich sehe das Projekt Nordumfahrung als gescheitert an“, sagte er. Anstatt einer Nordumfahrung brauche es intelligente Verkehrslösungen, betonte Oehme und verwies auf die Verantwortung der Stadt Falkensee. Er vermisse noch immer den nötigen Ehrgeiz beim Ausbau der Radwege zwischen Falkensee und Schönwalde. Außerdem brauche es dringend eine sichere Möglichkeit, die Landesstraße 20 zwischen Falkensee und Schönwalde zu überqueren, damit Schönwalder Kinder sicher zu ihren Falkenseer Schulen kommen.

Ähnlich argumentierte auch die Landtagsabgeordnete Ursula Nonnemacher (Grüne), die selbst seit vielen Jahren Mitglied der BISF ist. „Ich halte es für relativ unwahrscheinlich, dass die Nordumfahrung noch kommt“, sagte sie. Einerseits gäbe es zu viele fachliche Bedenken in Hinblick auf Umweltschutz und juristische Auflagen, andererseits sei in den letzten acht Jahren keinerlei Fortschritt in Sachen Nordumfahrung erreicht worden. Nonnemacher kritisierte, dass SPD und CDU nach wie vor an der Nordumfahrung festhielten und sie sogar im neuen Zählgemeinschaftsvertrag auf Kreisebene explizit erwähnten.

Doch nicht nur die Nordumfahrung sorgte für angeregte Diskussionen, auch die aktuelle Verkehrslage ließ so manchen anwesenden Bürger den Kopf Schütteln. Durch den Ausbau des Kreisverkehrs an der Spandauer Straße ist eine wichtige Verkehrsverbindung nach Berlin nur eingeschränkt nutzbar. „Trotzdem ist der Ausbau des Kreisels grundsätzlich richtig“, findet Marc-Oliver Wille von der BISF. „Wir sind froh darüber, dass der Kreisel einspurig bleibt, das ist erheblich verkehrssicherer“, betont er.

Auch mit dem Ausbau des Radwegs ist die Bürgerinitiative grundsätzlich einverstanden. „Schade ist allerdings, dass der Allee-Charakter durch den Ausbau verloren geht“, sagt Wille. Bisher seien bereits 18 Bäume gefällt worden, am Ende des kompletten Ausbaus der Spandauer Straße werden es 50 Bäume sein.

Dass man das besser hätte lösen können, findet auch Andreas Koeppen, der die vielen interessierten Bürgerfragen zum Ausbau des Kreisels und der Spandauer Straße beantwortete. „Schade ist, dass man durch den Ausbau der Spandauer Straße die Fahrbahn sehr dicht an die Häuser legt.“, sagt er. Dieses Widerspreche den Prinzipien des Lärmschutzes. Grundsätzlich befürwortet aber auch er den Ausbau der Spandauer Straße, und so war die Stimmung beim Sommerfest trotz aller Diskussionen doch sehr gut. So lange die Nordumfahrung nicht kommt, ist man zufrieden bei der Bürgerinitiative.

Von Markus Kollberg

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