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Sommerfest in Falkenseer Tierheim

Tierschutz Sommerfest in Falkenseer Tierheim

Beim Sommerfest im Tierheim Falkensee zeigten sich viele Besucher begeistert von den geräumigen Hunde- und Katzenhäusern. Viele Ehrenamtliche waren vor Ort, um den Tierschutz zu unterstützen und den Katzen und Hunden im Heim zu neuen Besitzern zu verhelfen.

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Tierpflegerin Sabine Groß mit der Perserkatze Grace.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Grace schielt auf dem linken Auge. Die Perserkatze ist elf Jahre alt und döst gern vor sich hin. Beim gut besuchten Sommerfest des Tierschutzvereins Falkensee am Tierheim gehörte sie am Sonnabend zu den vielen Attraktionen. Jung und Alt drückten sich die Nasen an den Glasscheiben der Türen platt, um im Katzenhaus auf die eigenwilligen Geschöpfe zu blicken. „Jemand hat Grace in Falkensee gefunden und bei uns abgegeben“, erzählt Sabine Groß aus Brieselang. Sie arbeitet ehrenamtlich im Tierheim und streichelt Pauline. Auch dieses schwarz-weiße Kätzchen ist ein Findelkind, das aber keine Lust hat, sich fotografieren zu lassen. „45 unserer Ehrenamtlichen sind heute mit von der Partie“, freut sich der 28-jährige Vereinsvorsitzende Rico Lange, der sich schon seit Jahren für das Tierheim engagiert.

Auch zu Essen gibt es reichlich auf dem Fest – allerdings ausschließlich vegetarisch und vegan. Bratlinge aus Gemüse, Pasta und Pommes werden ausgegeben – der Andrang ist groß. Genauso wie im Hundehaus, das vor einem Jahr eröffnet wurde. Ingrid Haas aus Wustermark hat sich das Gebäude angeschaut. Sie führt ihre beiden Cockerspaniels an der Leine. „Ich bin begeistert, wie gut die Hunde hier untergebracht sind – sie haben so viel Freilauf. Das ist besser als im riesigen Tierheim in Berlin-Hohenschönhausen“, so die Wustermarkerin anerkennend.

Erstmals beim Sommerfest vertreten, der Verein „Rettet das Huhn.“ Bianca Girlich aus Hennigsdorf erzählt eine düstere Geschichte: „45 Millionen Hennen werden pro Jahr brutal zu Hundefutter und Suppenbrühe verarbeitet, weil sie nach 17 Monaten zu wenig Eier legen.“ Was tun, um Hühner zu retten? „Im Internet findet man in jeder Region Ansprechpartner unter unserem Vereinsnamen. Für die Übernahme von mindestens zwei Hennen ist ein Garten mit Stall notwendig.“

Wenige Meter entfernt steht der Stand von Nicole Sikorski. Sie verlost drei Fotoshootings mit Hunden in ihrem Studio in Falkensee. „Ich bearbeite ehrenamtlich die Aufnahmen für die Homepage der Tierschützer“, erzählt die junge Frau. Ihr Lieblingsmotiv? Sie zeigt auf eines der ausgestellten Fotos: „Mein australischer Schäferhund natürlich, der hat so wunderbare blaue Augen.“ Auch die kreativen Hobby-Künstler aus Falkensee präsentieren ihre Arbeiten. Ein Programm an zehn Ständen: von schwedischer Perlenstickerei bis zu Schultüten aus Waschpulver-Kartons. Karin Klemme hat den Kontakt zu den Tierschützern geknüpft. Sie plaudert über ihren kleinen West-Highland-Terrier. „Als er 14 Jahre alt war, musste ich ihn leider einschläfern lassen.“ Aber Trauer kommt heute nicht auf, denn ein paar neugierige Damen interessieren sich für Karin Klemmes Portmonees, die sie aus Tetrapaks herstellt.

Im Katzenhaus träumen Grace und Pauline in ihren Zimmern derweil von neuen Frauchen oder Herrchen, die sie aus dem Tierheim abholen.

Von Hans-Peter Theurich

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