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Havelland Sommerfest in der Villa am See
Lokales Havelland Sommerfest in der Villa am See
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00:17 19.07.2017
Der Künstler Michael Morgner beim Fest in Premnitz. Quelle: Foto: C. Schmidt
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Premnitz

Ohne Frage war das Drachenbootrennen in Rathenow am Wochenende der Besuchermagnet schlechthin. Kunst- und Kulturinteressierte zog es aber nicht an die Havel, sondern an den Premnitzer See. In der einstigen Direktorenvilla, die Ulrike und Stefan Behrens 2013 in ein Haus der Kunst des 20. Jahrhunderts verwandelt haben, fand am Samstag das alljährliche Sommerfest statt. In diesem Jahr widmete das Paar die Veranstaltung dem Künstler Michael Morgner aus Einsiedel bei Chemnitz.

Gründe dafür gab es genug. Zum einen zählt Morgner zu den wegweisenden zeitgenössischen Künstlern. Außerdem feierte er in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Der Hauptgrund, ihm das Sommerfest zu widmen, war aber ein anderer, ein unübersehbarer: 14 großformatige Kunstwerke an denen Morgner acht Jahre lang gearbeitet hat und die nun im Garten der Villa am See unter alten Buchen und Eichen stehen.

Bevor sich die Gäste intensiv dem Zyklus „Codex Morgner“ widmeten, begrüßte sie Stefan Behrens im Kaminzimmer der Villa. Dicht gedrängt saßen die Menschen hier, einige nahmen sogar einen Stehplatz in Kauf. Und lauschten dem Klavierspiel von Ronny Kaufhold. Der junge Pianist bescherte dem Publikum mit Sergej Rachmaninows „Six Moments musicaux“ einen gelungenen musikalischen Auftakt und wurde dafür mit stürmischem Beifall belohnt.

„Sed semper amabo - immer werde ich lieben“ – unter diesem Motto stand das Fest. „Für mich und meine Frau ist das die Quintessenz der Werke Michael Morgners, denn aus allen spricht die Liebe“, erklärte Stefan Behrens. Sein Anliegen war es, das Werk Morgners auch seinen Gästen näher zu bringen. Dafür hatte er neben Morgner den Regisseur Ulrich Kavka eingeladen, der in einem kurzen Film den Schaffensprozess zum Bild „Schwarze Kreuzigung“ zeigte. Es ist das erste Bild des 14-teiligen Zyklus.

Mit Benzin, Asphaltlack, Wasserschlauch, Farbrollen und bloßen Händen bearbeitet Morgner unter großer Kraftanstrengung seine Werke. „Das ist alles intuitiv, streng nach den Gesetzen des Zufalls berechnet“, erklärte der Künstler. Die Gäste hingen an seinen Lippen und waren begeistert von der lockeren Art und dem Humor des gebürtigen Chemnitzers. „Am Anfang bilde ich mir ein, dass ich eine wahnsinnig gute Idee habe. Die bringe ich dann auf ein kleines Blatt Papier. Aber am Ende wird es nicht so“, gestand Morgner. Der zeigte sich sehr angetan von dem einmaligen Standort seiner Kunstwerke unter freiem Himmel inmitten der Natur: „Ich finde, das steht jetzt hier so perfekt, dass ich denke, eine Kunsthalle passt gar nicht mehr hier her.“

Mit einem Open-Air-Konzert klang das Sommerfest bei bester Stimmung aus. Das Brandenburgische Streichquartett spielte gemeinsam mit Susanne Ehrhardt (Klarinette), Friederike Holzhausen (Sopran) und Ronny Kaufhold (Klavier) unter anderem Werke von Vivaldi, Mozart, Schubert und Schostakowitsch.

Von Christin Schmidt

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