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Sonne, Karpfen, gute Laune

Teilnehmer-Rekord beim Silvesterlauf in Finkenkrug Sonne, Karpfen, gute Laune

Der Falkenseer Silvesterlauf in Finkenkrug hatte diesmal einen Teilnehmerrekord zu verzeichnen. Mehr als 150 Freizeitsportler nahmen am Pfannkuchen-Lauf teil, zu dem der Verein für Volkssport Pädagogik Falkensee/Schönwalde eingeladen hatte.

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Mit guter Laune starteten die Läufer.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Ein solider Ostwind pfiff den Sportlern des 32. Silvesterlaufs ins Gesicht. Sie trafen sich an diesem klaren, sonnigen Donnerstagmorgen im Wald am Bahnhof Finkenkrug. Trotz Eiseskälte kamen so viele wie nie zuvor: „Mit 151 Anmeldungen haben wir einen Rekord erreicht“, strahlte Waldemar Schorr, Vorsitzender des Vereins für Volkssport Pädagogik Falkensee/Schönwalde.

Den meisten Aktiven sah man das regelmäßige Training an. Mit dabei waren einige alte Hasen, die sogar schon an Marathonläufen teilgenommen hatten. Auch viele Kinder und Jugendliche waren gekommen, immerhin 30 hatten das warme Zuhause verlassen, um mit der Familie und Freunden das alte Jahr joggend ausklingen zu lassen.

Und so begrüßte man sich wie bei einem großen Klassentreffen. Nicht nur aus dem Havelland kamen die Läufer, sogar in Regensburg kennt man inzwischen den sogenannten Finkenkruger Pfannkuchen-Lauf.

Zu den regelmäßigen Teilnehmern dieses sportlichen Ereignisses gehören die Walker von Motor Falkensee. Sie hatten ihre Stöcke bei sich, wie sich das für Nordic Walking gehört. Im Winter trainieren sie zwei Mal in der Woche, jeden Dienstag und Donnerstag trifft sich die fröhliche Truppe in der Falkenseer Wendtpromenade um 13 Uhr. Über neue Mitläufer würden sich die acht Unentwegten vom Silvestermorgen freuen. Stolz präsentierte sich Gerhard Peter: Mit seinen achtzig Lenzen war er der älteste Teilnehmer in der Runde. Er schwang unternehmungslustig seine Alu-Stöcke.

In angenehm lockere Atmosphäre ging man auf einander zu, stand in Grüppchen zusammen und erzählte entspannt von den Festtagen. Dabei stand niemand wirklich still – alles hüpfte, trappelte oder rannte auf der Stelle, denn trotz der strahlenden Sonne herrschte eine bissige Kälte. Irgendwann fand man dann, es wäre Zeit loszulegen. Waldemar Schorr gab das Zeichen zum Start und die Grüppchen verschwanden im Wald. Schon nach wenigen Minuten passierten die Schnellsten die Versorgungsstation. Jemand legte einen gefundenen Handschuh auf den Tisch mit den gut gelaunten Worten. „Die ersten Kollateralschäden.“

Der Rundkurs, den Waldemar Schorr wie jedes Jahr vorbereitet hatte, ging über 1,8 Kilometer, jeder konnte den Parcours – je nach Kondition - ein bis fünf Mal zurücklegen: Wettbewerb-Charakter hat der „Pfannkuchen-Lauf von Finkenkrug“ nicht.

Auf jeden Teilnehmer wartete eine Urkunde, und der legendär leckere Pfefferminztee mit einem kräftigen Schuss Zitrone, selbst gekocht von Waldemar Schorr. Dann endlich durften die Sportler in die Lostrommel der Tombola greifen.

Die zwölfjährige Imke Gädke aus Falkensee kam strahlend von ihrem Lauf durch die frische Winterluft, als sie ein Los zog. Sekunden später war sie glückliche Besitzerin eines Karpfens. Auch ihre Mutter freute sich sehr über den unerwarteten Beitrag zur Silvesterparty: „Der Karpfen wird heute noch gegessen“, sagte sie.

Soviel Glück hatten nicht alle, mancher musste mit einem einsamen Wiener Würstchen in Pergamenttüte gehüllt von dannen schreiten. Für die Kinder hatte Waldemar Schorr eine große Dose voller Süßigkeiten mitgebracht. Gut gelaunt wünschten sich Sportler gegenseitig einen guten Rutsch, und die meisten verabredeten sich zum Silvesterlauf 2016.

Von Judith Meisner

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