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Sorten bestimmen, Saft verkosten

Viele Besucher beim 6. Apfeltag Sorten bestimmen, Saft verkosten

Der vom Nabu Westhavelland veranstaltete Apfeltag lockte in diesem Jahr wieder etliche Besucher auf die Milower Streuobstwiese. Einige hatten Äpfeln mitgebracht, die von den Experten bestimmt wurden. Probiert wurden durfte natürlich auch.

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Urte Delft beim Bestimmen von Apfelsorten – sie hatte gut zu tun.

Quelle: Norbert Stein

Milow. Reinhardt Friesicke ist oft unter unterwegs in der Natur. Bei einem seiner Ausflüge mit dem Fahrrad hat der Mann aus Premnitz unter einem Baum ein paar Äpfel aufgesammelt. Schöne rote Äpfel von mittlerer Größe. Welche Apfelsorte er am Wegesrand entdeckt hatte, das wusste Reinhardt Friesicke aber nicht so genau. Deshalb war der Mann am Samstag zum 6.Apfeltag des Nabu-Regionalverbandes Westhavelland auf die Streuobstwiese in Milow gekommen. Ein paar Äpfel hatte er mitgebracht und gab sie Urte Delft. Die Natur- und Landschaftsführerin ist auch Pomologin. Reinhardt Friesicke wollte von ihr erfahren, welche Sorte Äpfel er aufgesammelt hat.

Urte Delft betrachtete die äußere Form und schnitt einen Apfel in zwei Hälften. Das gelblich weiße Fruchtfleisch war unter der Schale rötlich gefärbt. Sie kostete den Apfel, überlegte etwas und sagte schließlich, dass es ein Berner Rosenapfel sein müsste. Der Berner Rosenapfel ist eine alte Sorte, die schon Ende des 19. Jahrhunderts geerntet wurde. Reinhardt Friesicke war mit der Auskunft zufrieden, und Urte Delft nahm sich die nächsten Äpfel vor. Sie hatte gut zu tun. Viele Besucher wollten erfahren, welche Apfelsorten in ihrem Garten wachsen.

Bei schönem Herbstwetter machten die meisten Besucher sich zu einem Spaziergang über die 8000 Quadratmeter große, mit 99 Bäumen bepflanzte Streuobstwiese auf. Bis auf ein paar Kirschen und Birnen sind alles Apfelbäume. „15 verschiedene Sorten sind es bestimmt“, sagte René Riep, Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes, während Sarah Kinder von einem Baum einen Apfel der Sorte Boskop pflückte. „Schmeckt prima“, so ihr eindeutiges Urteil. Boskop ist wie Kaiser Wilhelm und Prinz Albrecht von Preußen eine alte Apfelsorte, die besonders gerne von den Besuchern verkostet wurden am Samstag auf der Streuobstwiese.

Heike Rothe, Leiterin der Naturwacht Westhavelland, mit ihrer Tochter Sandra beim Schneiden und Pressen von Äpfeln

Heike Rothe, Leiterin der Naturwacht Westhavelland, mit ihrer Tochter Sandra beim Schneiden und Pressen von Äpfeln.

Quelle: Norbert Stein

Unterstützt von ihrer Tochter Sandra schnitt Heike Rothe, die Leiterin der Naturwacht Westhavelland, Äpfel in Scheiben und presste aus ihnen Saft – frischer geht’s nicht. Auch von diesem Saft konnten die Besucher kosten.

In dieser Woche wird der Nabu-Regionalverband die Äpfel von den Bäumen pflücken. Der Nabu rechnet mit einer guten Ernte. Etwa 1,5 Tonnen könnten es insgesamt werden und daraus dann 1000 Liter Apfelsaft, erläutert Riep. Den Apfelsaft verkauft der Nabu-Regionalverband im Naturparkshop im Besucherzentrum Milow.

Von Norbert Stein

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