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Sozialarbeiter nicht an jeder Havelland-Schule

Antrag der Linken abgelehnt Sozialarbeiter nicht an jeder Havelland-Schule

28 Grundschulen gibt es im Landkreis Havelland, längst nicht an jeder ist eine Schulsozialarbeiterin tätig. Das wollte die Linkspartei ändern und stellte im Kreistag einen entsprechenden Antrag. Dieser wurde zwar abgelehnt, doch ganz vom Tisch ist die Idee damit noch nicht.

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Bei Schulstress kennen Schulsozialarbeiter Auswege. Noch gibt es sie nicht an allen havelländischen Schulen.

Quelle: Fotolia

Havelland. 28 Grundschulen gibt es im Landkreis Havelland, längst nicht an jeder ist eine Schulsozialarbeiterin tätig. Das wollte die Linkspartei ändern und stellte daher im Kreistag den Antrag an die Verwaltung ein Konzept zur langfristigen Versorgung aller Schulen mit einer halben Schulsozialarbeiterstelle zu erarbeiten, in enger Abstimmung mit den jeweiligen Schulträgern. „Die Anforderungen an eine konzeptionelle und bedarfsgerechte Betreuung von Kindern und Jugendlichen sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, hieß es in dem Antrag. Diese Arbeit, unter anderem Beratung und Einzelfallhilfe, Präventionsarbeit und Krisenintervention, sei von den Lehrern allein nicht zu leisten.

Die Zählgemeinschaft aus SPD, CDU, FDP und Bauern lehnte den Antrag jedoch ab, trotz des Appells des grünen Kreistagsabgeordneten Wolfgang Seelbach, doch „wenigstens bei diesem Antrag einmal über den eigenen Schatten zu springen und einem Oppositionsantrag die Zustimmung zu geben.“ CDU-Fraktionschef Michael Koch verwies darauf, dass der Landkreis mit der Schaffung von sieben neuen Stellen zum 1. Januar 2016 gerade erst den größten Ausbau der Schulsozialarbeit seit Jahren umgesetzt habe. „Der Landkreis bekennt sich zu seiner Verantwortung“, sagte Koch. Allerdings könne man nicht die bestehende Drittelfinanzierung – Land, Kreis und Kommune übernehmen je ein Drittel der Kosten – außer Kraft setzen. Wenn aber das Land Brandenburg seinen Anteil erhöhe, würde der Landkreis auch entsprechend aufstocken, „da gebe ich Ihnen die Zusage“, so Koch.

Landrat Burkhard Schröder (SPD) warnte ebenfalls davor, an der bestehenden Systematik bei der Finanzierung zu rütteln. Der Landkreis müsse die Kosten im Blick behalten, gerade angesichts steigender Ausgaben für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge. Schröder sagte, er komme sich manchmal so vor wie auf der „Titanic“: „Unten ist ein Leck, wo es rausläuft, und oben wird weiter gefeiert.“ Er deutete aber an, dass das Thema im Zuge der Haushaltsberatungen für 2017 noch einmal auf den Tisch kommen könnte. Wolfgang Seelbach, der Mitglied im Landeselternrat ist, begrüßte das. „Ich empfinde das als positives Signal“, sagte der Dallgower. „Ich sehe Chancen, dass wir 2017 in Sachen Schulsozialarbeit einen weiteren Schritt voran kommen.“

Von Philip Häfner

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