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Spaatz: Ein Pfarrer erinnert sich

Zum Tag des offenen Denkmals Spaatz: Ein Pfarrer erinnert sich

Der Freundeskreis zum Erhalt der Spaatzer Feldsteinkirche hat schon einige Veranstaltungen geboten, um Geld für die Kirche zu sammeln. Das offene Gespräch mit dem ehemaligen Pfarrer Hallmann war aber sicher ein Höhepunkt. Und der Gast bedankte sich mit tollen Geschichten und Anekdoten.

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Dietrich und Dorothea Hallmann vor der Feldsteinkirche in Spaatz im Gespräch mit der ehemaligen Dorfschullehrerin Ruth Fleischmann( rechts).

Quelle: Norbert Stein

Spaatz. Ob er sich noch an Spaatz erinnert und Lust hätte in seine ehemalige Kirchengemeinde im Havelland zu kommen, hatte Matthias Schlüter vom Freundeskreis zum Erhalt der Spaatzer Kirchenorgel den Superintendenten im Ruhestand Pfarrer Dietrich Hallmann Anfang diesen Jahres als Frage in einem Brief geschrieben. Die Antwort aus Cottbus ließ nicht lange auf sich warten. Dietrich Hallmann hatte Lust. Am Sonntagnachmittag war er mit seiner Frau Dorothea in Spaatz. An seine Zeit in der Kirchengemeinde könne er sich noch sehr gut erinnern, sagte Dietrich Hallmann von rund 80 Besuchern in der frühgotischen Feldsteinkirche, wo ihm Pfarrerin Dorothea Klimmt als herzlich willkommenen Gast begrüßte, zu einer Kulturveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals.

Markante Spuren hinterlassen

Nach erfolgreichen zweitem theologischen Examen war Dietrich Hallmann zunächst von 1964 bis 1981 Pfarrer in Rathenow und anschließend bis 1990 im Kirchsprengel Hohennauen/Spaatz. „Am 30. Juli 1990 kam der Möbelwagen“, erzählte Hallmann zum Umzug seiner Familie nach Cottbus, wo er zum Superintendenten berufen worden war. Hinterlassen hat er in der havelländischen Region markante Spuren erfolgreicher Kirchenarbeit. Diese Erinnerungen lebten zum Tag des offenen Denkmals auf vor allem in vielen persönlichen Gesprächen, wie mit der ehemaligen Spaatzer Dorfschullehrerin Ruth Fleischmann und Besuchern, die er in Spaatz konfirmierte oder den christlichen Segen zum Bund der Ehe gab.

Hallmann erzählte aus seiner Arbeit in Cottbus und erinnerte an die Friedensgebete 1989 in den Kirchen zu Beginn der politischen Wende, die zur deutschen Wiedervereinigung führte. Als er Pfarrer in Hohennauen und Spaatz war, organisierte der heute 77 Jahre alte Christ für die Kirchengemeinde auch Reisen in die ehemalige Sowjetunion. Reiseteilnehmer von damals waren am Sonntag auch unter den Gästen in der Kirche, wo Hanna Seefeld die Orgel spielte und Arnulf Kraft vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg unter den Besuchern weilte.

: Dietrich und Dorothea Hallmannin der Kirche.

Quelle: Norbert Stein

Die Reiseerinnerungen waren für Dietrich Hallmann ein guter Ausgang den Besuchern zu berichten, wie er sich nach dem Jahr 2000 mit dem Ausscheiden aus dem Berufsleben weiter sechs Jahre ehrenamtlich engagierte in der Lutherischen Kirche Europäisches Russland und als Pfarrer in Wolgograd.

Für viele Zuhörer besonders beeindruckend seine mit vielen Bildern begleiteten Schilderungen vom Leben in Russland und wie er es schaffte in Westdeutschland eine ausrangierte und in Einzelteile zerlegte Orgel zu besorgen, diese in Cottbus wieder instandsetzen ließ und schließlich nach Wolgograd holte, wo sie heute in der Kirche gespielt wird.

Von Norbert Stein

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