Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Spannender Einblick ins Wasserwerk
Lokales Havelland Spannender Einblick ins Wasserwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 30.11.2017
Schüler der Regenbogenschule Nauen begaben sich am Montag in Staaken auf die Spuren des Trinkwassers. Quelle: Danilo Hafer
Anzeige
Staaken/Havelland

Im Durchschnitt verbraucht ein Mensch heutzutage 140 Liter Wasser am Tag. Damit stets sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht, wird ein großer Aufwand betrieben. Welche Technologie genau dahinter steckt, konnten einige Schüler der Regebogenschule aus Nauen am Montag aus erster Hand erfahren. Im Rahmen des MAZ-Schulreporter-Projektes führte Günter Fredrich, Geschäftsführer der Osthavelländischen Trinkwasserversorgung und Abwasseraufbereitung GmbH (OWA), die Klasse 9-10 durch das Wasserwerk in Staaken und gab einen Einblick in die moderne Wasseraufbereitung.

Zunächst konnten die Schüler jedoch die Geschichte des Staakener Wasserwerkes etwas genauer kennenlernen. Ein kurzer Film dokumentierte den aufwendigen Bau des Werkes, der rund 3,3 Millionen Euro kostete. „Insgesamt haben wir an diesem Standort aber rund 14 Millionen Euro investiert“, erzählte Günter Fredrich. Zahlen, die die Schüler sichtlich beeindruckten. Und auch die Bauweise, mit ihren speziellen Anforderungen für ein Wasserwerk, machte Eindruck. So können die Wände mit Harz ausgefüllt werden, falls irgendwo Wasser ein- oder ausdringen sollte. Im Jahr 2007 ging das neue Wasserwerk schließlich in Betrieb. Heute werden von dort aus rund 80 000 Menschen in den Kreisen Havelland und Oberhavel mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Die Brunnen sind 30 bis 100 Meter tief

Wasserwerke, wie das in Staaken, sind heute moderne Bauten. Wasser sieht man dort so gut wie keines, alles läuft im Verborgenen ab. Um jedoch zu verstehen, was genau in den unzähligen Rohren und Wasserkammern passiert, zeigte der OWA-Geschäftsführer den Schülern einige Wasserproben, die die unterschiedlichen Filterstufen verdeutlichten. „Das Wasser kommt ganz klar aus unseren Brunnen, die zwischen 30 und 100 Meter tief sind, und sieht im Grunde sauber aus, das täuscht aber“, so Fredrich. Denn in dem Grundwasser sind unsichtbare Stoffe wie Eisen, Mangan und Schwefelwasserstoff enthalten. „Die wollen wir natürlich raushaben und daher muss das Wasser gefiltert werden“, erklärte er. Dafür wird das Wasser zunächst über sogenannte Kaskaden mit Luftsauerstoff angereichert. Dadurch oxidieren die Stoffe und werden fest. Anschließend können sie gefiltert werden. Dies geschieht über groben und feinen Kies.

Im weiteren Verlauf führte Günter Fredrich die Schüler auch zwölf Meter in die Tiefe, dorthin wo das gefilterte Wasser ankommt, wenn es durch die Kaskaden gelaufen ist. „Wenn das Wasser dann sauber ist, wird es zunächst in zwei großen Wasserbehältern zwischengelagert, von denen jeder 20 000 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann“, so Fredrich. Damit können Vorräte für bis zu vier Tage gelagert werden, um vor allem auch im Sommer, Stoßzeiten ausgleichen zu können. Derzeit seien die Behälter aber nur zu etwas mehr als der Hälfte gefüllt.

Die Technik beeindruckte

Besonders interessant war für die Schüler auch die Computertechnik, mit der das Wasserwerk betrieben wird. „Im Grunde arbeitet das Wasserwerk voll automatisch“, so Fredrich. Am Computer können Mitarbeiter der OWA jeden Prozess überwachen und im Notfall eingreifen, jederzeit und von überall. Denn das Wasserwerk kann auch von der Zentrale in Falkensee gesteuert werden. Das faszinierte auch den 16-jährigen René Kmol. „Die ganzen Maschinen sind schon sehr beeindruckend und dass alles automatisch funktioniert“, sagte er. Dem kann sich seine Lehrerin Astrid Röhr nur anschließen. „Ich bin von der modernen Technik wirklich begeistert und habe das so nicht erwartet“, sagte sie. Der Ausflug ins Wasserwerk hat also gelohnt.

Von Danilo Hafer

Der Bau einer Tartanbahn im Premnitzer Stadion ist das einzige Investitionsprojekt der Stadt, das gegenwärtig etwas verloren scheint. Der erste Antrag auf Fördermittel aus dem Leader-Programm hatte von 39 erforderlichen Punkten nur 31 erhalten. Zum 30. November reicht die Stadt jetzt einen überarbeiteten Antrag ein, dem bessere Erfolgschancen zugestanden werden.

27.11.2017

Die Kommunen Brieselang und Falkensee schließen einen Vertrag zur Flurregulierung an der Landesstraße 201. Danach werden aus vermeintlich Falkenseern Brieselanger Bürger.

30.11.2017

Der Bau einer Flutlichtanalage am Volkssportpark Vogelgesang in Rathenow (Havelland) war lange umstritten. Jetzt aber ist er wahr geworden. Ein erster Test der neu erbauten Anlage verlief erfolgreich – am Mittwoch schließlich soll die abschließende Bauabnahme erfolgen.

28.02.2018
Anzeige