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Havelland Spannung, Spiel und Sichtbeton
Lokales Havelland Spannung, Spiel und Sichtbeton
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11:03 22.10.2013
Die Straßenfront des 2,3-Millionen-Euro-Baus. Der Entwurf des Büros Meyer, Grosse, Hebestreit und Sommerer hatte sich 2011 bei einem Wettbewerb unter sechs eingereichten Beiträgen durchgesetzt. Quelle: Oliver Fischer
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Dallgow-döberitz

Die neue Dallgower Kita in der Wilhelmstraße wurde deshalb vom Bürgermeister offiziell als fertig erklärt. Bis Ende der Woche werden noch Möbel aufgebaut und Schränke eingeräumt. Am Montag ziehen dann die ersten 40 Kinder ein.

Das größte und teuerste Neubauprojekt in Dallgow seit Jahren ist damit abgeschlossen. Es hat ein paar Monate länger gedauert, als geplant, aber das Projekt ist im Kostenrahmen geblieben, und das haben zuletzt nicht viele öffentliche Bauprojekte geschafft. 2,3 Millionen hat die Kita gekostet - und die Gemeinde bekommt auch etwas für ihr Geld. Der Bau schließt zum einen eine optische Lücke zwischen zwei Denkmalen - der alten Post und dem Offizierskasino. Zum anderen kommt das Gebäude, das vom Berliner Meyer, Grosse, Hebestreit und Sommerer entworfen wurde, architektonisch anspruchsvoll und damit recht auffällig daher: Außen ist die lang gezogene und in mehrere Gebäudeteile gegliederte Kita mit weißen Fliesen verkleidet, innen wurde mit Sichtbeton gearbeitet. Einige Wände der Gruppenräume sind grau und roh, andere in lila, blau, orange oder froschgrün getüncht - was gut funktioniert. Hinter dem Haus befindet sich ein Spielplatz, an dessen Konzeption die Erzieherinnen mitgearbeitet haben.

Die Kita löst auch das gravierende Platzproblem, das die Dallgower in den vergangenen Jahren hatten - "zumindest hoffentlich für die nächsten drei bis vier Jahre", sagt der zuständige Ordnungsamtsleiter Peter Kristke. Es sei zuletzt immer schwerer geworden, Eltern, die mit Kind nach Dallgow gezogen sind, Kitaplätze anzubieten. Die vier bis dato existierenden Einrichtungen waren dauervoll, und die Zahl der Kinder in der Gemeinde steigt und steigt.

Deshalb muss auch die bei den Eltern beliebte aber baulich veraltete Kita in der Finkenkruger Straße weiter betrieben werden. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Erzieher und die 40 Kinder von dort ins neue Haus in der Wilhelmstraße ziehen und die Kita in der Finkenkruger geschlossen und umgenutzt wird. Jetzt kommt alles anders. Zwar wird tatsächlich bis Montag das gesamte Team samt Kindern in den Neu-Döberitzer Neubau verlegt. Dann aber zieht ein Malertrupp in die Finkenkruger Straße ein und renoviert die Räume. Anschließend wird das kleine Haus wiederbelebt. Ein Teil des Teams aus der ebenfalls übervollen Triftstraßen-Kita wechselt mit einigen Kindern in die Finkenkruger Straße.

Peter Kristke geht davon aus, dass in dem neuen Haus schon im nächsten Jahr alle 86 Plätze belegt sind. Die Kita in der Triftstraße soll dann ebenfalls wieder gefüllt werden. "Die Finkenkruger dient dann als Puffer", so Kristke. Für den Neubau und das restliche Personalkarussell wurden insgesamt etwa zehn neue Arbeitskräfte eingestellt. Die Gemeinde will mit der Einrichtung in der Wilhelmstraße den gesetzlichen Betreuungsanspruch für Kinder unter drei Jahren sichern.

Von Oliver Fischer

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