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„Sparstrumpf“ der Havelstadt wird größer

Ketzin/Havel „Sparstrumpf“ der Havelstadt wird größer

Eine positive Zwischenbilanz zum Haushalt 2017 der Stadt zieht Ketzins Kämmerin Nicole Pydde. Dank Mehreinnahmen aus Grundstücksverkäufen und höherer Zuwendungen vom Land wird die Rücklage zum Jahresende sogar um etwa 400 000 Euro aufgestockt.

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Im Lilienweg werden Grundstücke baureif gemacht.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel. „Wir werden zum Ende des Jahres nicht wie vorgesehen rund 80 000 Euro aus der Rücklage der Stadt entnehmen, um den Haushalt ausgleichen zu können. Sondern es wird eine größere Summe der Rücklage zugefügt“, sagt Kämmerin Nicole Pydde. Von knapp 400 000 Euro ist die Rede. Damit würde der „Sparstrumpf“ der Kommune Ketzin von derzeit 1,2 auf 1,6 Millionen Euro wachsen.

Allerdings macht die Kämmerin noch ein Fragezeichen hinter die gute Bilanz per 30. Juni: „Alles hängt vom Verkauf der noch freien kommunalen Grundstücke im Lilienweg in Ketzin ab.“ Von den 17 Bauparzellen haben bereits acht einen neuen Eigentümer. „Aus diesen Verkäufen hat die Stadt bisher 85 000 Euro mehr eingenommen, als zu Jahresbeginn geplant“, so Pydde. Für die verbliebenen neun Parzellen läuft das Bieterverfahren der Stadt. Der Mindestpreis pro Quadratmeter für das erschlossene Grundstück liegt bei etwa 60 Euro.

Für die positive finanzielle Entwicklung der Stadt sieht die Kämmerin mehrere Ursachen. Mehr Geld erhält Ketzin vom Land, weil das allgemeine Steueraufkommen sich verbessert hat. „Dadurch erhöhen sich der gemeindliche Anteil an der Einkommenssteuer und der Umsatzsteuer, so dass unterm Strich knapp 70 000 Euro mehr als geplant vom Land in die Stadtkasse fließen werden“, erklärt Nicole Pydde. Auch die Schlüsselzuweisungen vom Land an die Stadt fallen um gut 80 000 Euro höher aus.

Knapp 19 000 Euro weniger als geplant Gewerbesteuerumlage muss die Kommune ans Land zahlen, weil die Gewerbesteuereinnahmen sinken. „Das Tief bei der Gewerbesteuer hält an“, so die Kämmerin. Erzielte Ketzin damit vor einigen Jahren noch Einnahmen von mehr als drei Millionen Euro pro Jahr , sind es jetzt etwa 1,1 Millionen Euro.

Mit einem leichten Plus gegenüber dem Haushaltsplan rechnet die Stadt in der Position Mieten und Pachten. Etwa 20 000 Euro werden zum Jahresende mehr eingenommen, weil die Mieten für kommunale Gebäude gestiegen sind und sich die Nutzungsentgelte für Erholungsgrundstücke in Ketzin erhöht haben.

Nicht zuletzt trägt auch die Fähre „Charlotte“ zu den schwarzen Zahlen bei. Die steigende Anzahl von Fahrgästen und Fahrzeugen bedeutet mehr Einnahmen, wobei das genaue Ergebnis erst am Jahresende feststeht. Sicher aber ist, dass die Kosten für erfolgte Revision des Schiffes niedriger waren als veranschlagt.

Von Jens Wegener

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